#1 Geistlicher Erfolg und göttliche Beförderung - Jes 49,1ff von McMichael 27.07.2010 12:37

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Geistlicher Erfolg und göttliche Beförderung

E. Ein Wort, dass Uta und ich, wie auch das CZN im Okt. 1999 bei einem proph. SE in unserer Gemeinde bekamen (s.Forum).
Diese Woche begegnete mir der Bibeltext wieder bei der regelmäßigen Bibellese und Gott redetet:
Darin geht es um geistlichen Erfolg und göttliche Beförderung.
Die sieht anders aus, weil im Reich Gottes andere Maßstäbe für Erfolg herrschen.
Erfolg im Reich Gottes lässt sich nicht in Zahlen messen; ob es sich um die Anzahl gegründeter Gemeinden, die Zahl von Gemeindemitgliedern, Gottesdienstbesuchern oder Finanzen handelt. Dies tut die Bibel an keiner Stelle (vlg. Offenbarung 2 und 3). Dementsprechend anders sehen die Kriterien für göttliche Beförderung aus.
Jes 49,1 „Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im Schoß der Mutter war.
V. 2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht,
mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt.
Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem Köcher verwahrt.
V. 3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will.
V.4 Ich aber dachte/sprach: Vergeblich habe ich mich abgemüht und meine Kraft verzehrte ich umsonst und unnütz, wiewohl mein Recht bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott ist.
V. 5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, daß ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde, - darum bin ich vor dem HERRN wertgeachtet, und mein Gott ist meine Stärke -,
V. 6 er spricht: Es ist zu wenig, daß du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, so mache ich dich auch zum Licht der Nationen, daß mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.“


1. Berufung und Beauftragung

Jesaja wusste genau um seine Berufung – „von Mutterleib an war er von Gott gebildet und zubereitet worden, Gottes Diener zu sein (V.6). Jesajas Missionstatement lautete:
„Jakob zu IHM zurückbringen soll und Israel zu IHM gesammelt werde, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen,“
Jesaja war Gottes Geheimwaffe, der Gott hielt ihn bedeckt und verwahrte ihn, „unter dem Schatten meiner Hände habe ich dich geborgen“ (Jes 51,16b).
Jesaja bleibt nach außen hin in Niedrigkeit und Unscheinbarkeit verborgen. So wie Gottes es gerne tut, verbirgt ER auch hier seine Salbungskraft und die Macht seiner Stärke in Schwachheit und Unansehnlichkeit – und wenn wir an andere Werkzeuge Gottes wie Johannes den Täufer, den Apostel Paulus und Jesus denken, entdecken wir hier ein
1. Grundgesetz Gottes: SEINE Kraft kommt in Niedrigkeit und Schwachheit daher, das ist die Tarnkappe Gottes. Es sind „irdene Gefäße“ die den Schatz SEINER HERRLICHKEIT tragen (2.Kor 4,7). Und sie kann plötzlich nach langer Vorbereitungszeit im Verborgenen geschehen (Joh. der Täufer, Jesus, Paulus).

Jesajas Mund war das scharfe Schwert, denn „ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt“ spricht der Herr (Jes 51,16a).

Und so hat Jesaja „zur Zeit der Könige von Usija, Jotam, Ahas und Hiskia“ gewirkt. Drei von ihnen waren fromm und taten die meiste Zeit, was Gott wohlgefiel, nur Ahas nicht . War das erfolgreich, ja, aber...
„Das Volk aber handelte noch immer böse.“ (2.Chr 27,2)

2. Erfolg und Misserfolg

Aber Gott hatte zu Jesaja gesagt: „Du bist mein Knecht, Gottesstreiter/Israel, durch den ich mich verherrlichen will.“
Die Art und Weise wie sich Gott durch uns verherrlichen will, kann aber sehr von dem abweichen, was wir erwarten.

V.4 Ich aber dachte/sprach: Vergeblich habe ich mich abgemüht und meine Kraft verzehrte ich umsonst und unnütz, wiewohl mein Recht bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott ist.
Dies ist ein 2. Grundgesetz Gottes: was von außen nach Niederlage aussieht und sich innen auch so anfühlt kann in Wirklichkeit Gottes Erfolg sein oder die Grundlage dazu werden.
Joh. der Täufer wurde im Gefängnis enthauptet und seine Jünger schlossen sich einem anderen an. Er selbst zweifelte ob Jesus wirklich der Messias war und zweifelte damit an der Richtigkeit seines Dienstes als Wegbereiter.
Doch er war der Wegbereiter der Herrlichkeit Gottes und Jesus bescheinigte ihm, „unter denen, die von einer Frau geboren sind, keiner größer ist als Johannes“ Luk 7,28
Paulus: „Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute.“ 1.Kor 4,13
Am Ende seines Dienstes musste er sagen, dass wichtige MA ihn verlassen hatten, und bei seinem ersten Verhör stand ihm niemand bei, sondern sie verließen ihn alle (2.Tim 4,11.16) und viele Gemeinden verließen ihn gegen Ende seines Lebens.
Aber er konnte sagen: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten;“ 2.Tim 4,7
Bis heute gibt es wohl keine Briefe die seit 2000 Jahren und von so vielen Menschen gelesen und von Gottes Wort darin gesegnet worden sind.
Jesus: Nachdem ihn schon vorher die meisten Jünger verlassen hatten, wurde er verraten und verleumdet und unter Kreuz gingen fast alle anderen, als er wie ein Verbrecher und Verfluchter hingerichtet wurde, aber....

3. Göttliche Beförderung:

Inmitten der gefühlten Vergeblichkeit seines Dienstes und seiner augenscheinlichen Erfolglosigkeit – das Volk ließ sich nicht „zu Gott zurückbringen und nicht zu IHM sich sammeln, die Stämme Jakobs wurden nicht aufgerichtet und die Zerstreuten Israels wurden zu Lebzeiten Jesajas nicht wieder zurück gebracht,
Dennoch hielt Jesaja im Glauben fest und macht mit seinem Bekenntnis deutlich worum es wirklich geht:
„Mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. Ich bin vor dem HERRN wertgeachtet/bei ihm angesehen, weil ER mich liebt (Jes 43,4) und mein Gott ist meine Stärke.“ V.4b.5b
G.N. „Doch der HERR wird mir zu meinem Recht verhelfen und meine Mühe belohnen.“
HfA: „Dennoch weiß ich, daß der Herr für mein Recht sorgt.“


Damit sind wir beim 3. Grundgesetz: Die vertrauensvolle Beziehung zum Herrn ist das Wichtigste! Was Er dir und über dich sagt!

Und die ist zusammen mit der Treue im Dienst die wichtigste Vorraussetzung, um von Gott in größerem Umfang gebraucht zu werden = Beförderung
„Es ist zu wenig, daß du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, so mache ich dich auch zum Licht der Nationen, daß mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.“ V.6
Gott ist ein Gott des Wachstums und der Expansion und dabei gebraucht er Menschen. Viele müssen wie Jesus erst als Weizenkorn (sich selber) sterben, in die Erde gelegt werden um sich dann zu multiplizieren (viele Missionare in Afrika wurden ausgesät und heute erntet R. Bonnke).
Du bist dem Herrn treu geblieben und hast nicht aufgeben –
vielleicht in einer Gemeinde, weil ER dich dahin gesetzt hat – das ist geistlicher Erfolg in den Augen Gottes. Du vertraust IHM für dein Recht, hältst IHN für deine Stärke (und nicht die eigene Kraft oder die anderer Menschen), du glaubst Gottes Wort, dass du bei IHM angesehen bist, weil er dich liebt - das ist geistlicher Erfolg. Das Leben, Handeln und Reden im Glauben ist die Grundlage für deine Beförderung! Dies ist das 4.Grundgesetz Gottes.
„Es ist zu wenig,...(d.h. dein Einflussbereich)- so mache ich dich auch zum Licht – einer Region, einer Nation oder der Nationen...
So wurde Jesus zum Licht der Welt, Paulus zum Licht der Heiden (bis heute) nachdem die Juden sein Evangelium abgelehnt hatten, Stephanus vom Diakon zum ersten Blutzeugen usw. und Jesaja zum Licht der Nationen (durch sein Lebenszeugnis, Wortzeugnis – mündlich und schriftlich wo es im Glauben angenommen wurde).
„So spricht der Herr, der Erlöser und heilige Gott Israels, zu dem, der überall verachtet ist, verabscheut von den Völkern und unterdrückt von den Herrschern dieser Welt:
«Könige und Fürsten werden erkennen, daß du in meinem Auftrag handelst. Voller Ehrfurcht erheben sie sich von ihren Thronen und werfen sich vor dir nieder. Denn ich, der heilige Gott Israels, habe dich erwählt, und ich stehe treu zu dir!“ (HfaG10:Jes 49,7)
„Ich verspreche dir: Ich will dein Gebet erhören. Es wird eine Zeit der Gnade für dich geben, einen Tag, an dem du meine Hilfe erfährst. Ich will dich vor Schaden bewahren und durch dich einen Bund mit meinem Volk schließen: Durch dich soll das Land Israel wieder aufgebaut werden. Du wirst die zerstörten Ländereien unter die Israeliten aufteilen“ (HfaG10:Jes 49,8)
„und den Gefangenen zurufen: 'Kommt heraus aus euren dunklen Kerkern! Kommt ans Licht, ihr seid frei!' Es wird ihnen gehen wie einer Schafherde, die an den Wegen und selbst auf kahlen Hügeln Nahrung findet.“ (HfaG10:Jes 49,9)
„Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schadet ihnen nicht. Denn ich habe Erbarmen mit ihnen und führe sie zu sprudelnden Quellen.“ (HfaG10:Jes 49,10)
„Auch die Berge dürfen für sie kein Hindernis sein: Ich ebne sie ein. Mein Volk soll auf gut gebauten Straßen heimkehren.»“ (HfaG10:Jes 49,11)
„Seht, von weither strömen sie herbei, vom Norden kommen sie und vom Westen, auch aus Ägypten.“ (HfaG10:Jes 49,12)
„Himmel und Erde, jubelt, ihr Berge, brecht in Freudenschreie aus! Denn der Herr hat sein Volk getröstet. Voll Erbarmen nimmt er sich der leidenden Menschen an.“ (HfaG10:Jes 49,13)

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