#1 Luft und Licht in die Seele lassen von Rose-Gotteskind 04.09.2012 18:56

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Ich stells mal unter "Gedanken" rein. Es ist nicht "geistlich" zu sehen, aber ich find's hilfreich.
Es entstammt auszugsweise einem Interview mit der Gastrednerin der Hephata-Festtage Dr. Gabriele Fröhlich-Gildhoff:
"Das Immunsystem der Seele stärken"!

Wenn Menschen günstigerweise sehr früh stabilisiert werden, als Kinder, dann sind sie seelisch widerstandsfähig. Wenn das nicht gelingt, dann gibt es Menschen wie mich (sagt die Gastrednerin), die Psychotherapie anbieten.

Es gibt aber auch allgemeine Dinge, die man selber für seine Seelengesundheit tun kann.
Und jetzt finde ich es spannend!
Und welche sind das? Die Gastrednerin spricht von sechs Faktoren -
- sich selbst und seine Fähigkeiten angemessen einschätzen zu können. Also Möglichkeiten und Grenzen von sich zu kennen
- die eigenen Regungen und Gefühle regulieren zu können. Es sollte gelernt werden, sich selber zu beruhigen aber auch selber zu aktivieren.
- die Überzeugung, dass man Anforderungen gut bewältigen kann. Das hängt an Erfahrungen und Selbstvertrauen
- soziale Kompetenzen
- Umgang mit Stress und die Fähigkeit, Probleme zu lösen.
Diese Faktoren kann man lernen, wenn man nicht das Glück hatte, sie von Klein auf beigebracht zu bekommen.


Ich bin am LERNEN! Versuche es aber nicht aus eigener Kraft sondern mit Hilfe von OBEN!

#2 RE: Luft und Licht in die Seele lassen von Heike 06.09.2012 16:12

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Ja, liebe Rosemarie, ich glaube auch, dass es nur mit Hilfe "von oben" geht, wie Du es ja auch schreibst!

Wolfhard Margies hat das in dem Buch "Ausbrechen" gut beschrieben:
Wenn wir von neuem geboren sind, wurden die Herrschaftsverhältnisse in unserem Inneren geändert - wo vorher die Seele (sprich Verstand, unser Wille und unser Gefühl) das Sagen hatten, ist jetzt der Geist Gottes in unserem Inneren als höchste Instanz aktiviert.
Da mault die Seele (und auch unser Fleisch) oftmals noch, will ihre Stellung nicht einfach so aufgeben... es lief ja doch so gut... und das kennen wir ja auch, wie es sich "anfühlt" was richtig oder was falsch ist...

Margies schreibt, indem unser Geist stärker wird (genährt wird, u.a. durch das Wort Gottes, durch Gemeinschaft und Zeiten mit IHM, durch Lobpreis, Sprachengebet...), umso leichter ist es, dass er regiert in uns, dass diese göttliche Regentschaft in uns funktioniert, dass wir den Geist Gottes hören, bezüglich dem Einsatz unserer Zeit, unserer Kraft und Fähigkeiten.
Und wo die Seele unter dem Geist sicher eingeordnet ist, da werden unsere Gefühle, unser Verstand, unser Wille gereinigt und geheiligt und wir lernen zu unterscheiden, wo alte Überbleibsel sich mal wieder vordrängeln (z.B. der Gedanke oder der Wunsch, für sich selbst sorgen zu müssen - als würde Gott das nicht gut genug tun...).

Ich lerne tagtäglich, jede Minute, mich Seiner Gnade anzuvertrauen.

#3 RE: Luft und Licht in die Seele lassen von Rose-Gotteskind 06.09.2012 18:23

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Liebe Heike,
das finde ich jetzt mal spannend - ich lese nämlich auch gerade das Buch "Ausbrechen" und habe schon viel Hilfreiches darin gefunden. Margies schreibt u.a.
Wir alle sind letztlich so gelehrt und getrimmt, dass wir die Gebote Gottes aus unserer (gereinigten und geheiligten) Motivation und Willenskraft erfüllen sollen. Natürlich wissen wir, dass das nicht mit unserer eigenen Kraft allein geschehen soll und beziehen deswegen Gott über unsere Bitte um Mithilfe in unseren Gehorsam ein. Damit glauben wir, dem Prinzip der Abhängigkeit von Gott Genüge getan zu haben.
Aber letztlich bleiben es doch w i r, die gehorsam werden müssen, auch wenn wir dazu die Hilfe Gottes erbitten.
Der Ansatz der Heiligen Schrift sieht hingegen gänzlich anders aus. Wir sollen als solche agieren, die dem Gesetz, das sind alle einzelnen Gebote, gestorben sind. Die Gebote müssen wohl gehalten werden, aber nicht mehr durch u n s, sondern durch Christus in uns und durch den Heiligen Geist in uns.
Margies schreibt: Ich meine das aber nicht im Sinne der üblicherweise hinzugefügten verbalen Versicherung, dass wir das sowieso nicht selbst könnten und dass wir ständig die Hilfe des Heiligen Geistes bräuchten. Das sind nur betuliche Sprüche, die den Kern des Problems nicht treffen. Sie verändern das alte Konzept nicht.
Fazit: Wir sollen nicht erst versuchen, die verkehrten Normen umzusetzen, um erst später nach erneutem Scheitern einzusehen, dass die wahre Form der Nachfolge ganz anders und viel erlöster aussieht.

Über diese Aussagen denke ich seit Tagen nach. Ich sehe es inzwischen als Geschenk, so wie meine Errettung und Wiedergeburt, dass Christus und der Heilige Geist in mir mich dazu befähigen, die Gebote zu halten - und das entspannt. Gerade im Hinblick auf Sorgen, die abgegeben werden und doch über die Gedanken wieder zurück kommen, obwohl ich das nicht will. Also bin nicht ich die "Versagerin", sondern ich kann lernen im Glauben Gottes Wort zu vertrauen, mein innerer Mensch wird stärker werden und es wird werden........

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