#1 Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von McMichael 08.02.2011 11:38

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Die 10 Vorstufen des Burn-out und Gegenstrategien

Leider sind auch immer mehr Christen von Burn-Out betroffen mit ungleich mehr fatalen Nebenwirkungen auch auf Gemeindeleben und Reich Gottes.
Hier Auszüge eines „weltlichen“ Artikels. Wenn der Hl.Geist dich dabei anspricht, dann suche dir doch in einem ersten Schritt einen aus dem Restoreteam, dem du dich öffnest. Bei Interesse wäre auch ein Abend unter dem Motto "Herausforderung - Überlastung (nicht nur am Arbeitsplatz)" denkbar. Melde dazu doch hier im Forum als Reaktion auf den Artikel dein Interesse an und dann sehen wir, wie der Herr uns weiterführt. ER will, dass es uns in allen Stücken und Lebensbereichen GUT geht (1.Joh 2,1ff)

„Eine der gefährlichsten Krankheiten kündigt sich auf vielfältige Weise an.
Trott. Unendliche Müdigkeit. Erschöpft, überfordert, ausgebrannt.“
Burn-out in der Lebensmitte.
„Wer sich übermäßig engagiert und über eine lange Zeit mehr gibt, als er zurückbekommt, ist gefährdet“, sagt der Psychologie Professor M.Burisch.
25 % der Erwerbstätigen sind heute betroffen.

So ist es auch nach meiner Einschätzung bei uns im CZN...

„Burn-out schleicht sich ein: Wenn ich merke, ich bin permanent gereizt, kann weder abschalten noch schlafen, dann ist das ein klares Zeichen.“ M.Burisch

Wie bereits Bob Cole in einer Predigtreihe, sprechen auch US-Forscher von 10 Stufen des Burn-outs – „der Stresstreppe abwärts“. Von ersten Symptomen bis zum Zusammenbruch können fünf bis sieben Jahre vergehen....Burn-out ist zunächst Alarmsignal und Schutzreaktion. Er soll uns dazu bringen, Verhaltensweisen zu korrigieren, soll verhindern, dass der Körper sich selbst zerstört“ sagt der Experte.

Bevor wir zu acht einfachen Strategien kommen, die vor dem Ausbrennen schützen, ein Blick auf die

10-Stufige Abwärtstreppe:

Stufe 1: Extreme Motivation
Die täglichen Aufgaben werden hochmotiviert und sehr leistungsorientiert erledigt. Die Termine überschlagen sich, werden aber pflichtbewusst eingehalten. Die Anerkennung dafür bleibt aus. Faustregel: Wer sich übermäßig engagiert und lange Zeit mehr gibt als er zurückbekommt, ist gefährdet.

Stufe 2: Verstärkter Einsatz
Um den eigenen hohen Erwartungen zu entsprechen, wird noch mehr Energie und Perfektion in die Bewältigung der täglichen Herausforderungen gesteckt. Das Gefühl, alles allein am besten zu schaffen und unentbehrlich zu sein, wird stärker. Die Umwelt wird als zu langsam und träge empfunden, auf Hilfe wird deshalb verzichtet.

Stufe 3: Subtile Vernachlässigung
Die Arbeit nimmt gedanklich und zeitlich immer mehr Raum ein, die Kontakte zur Familie, zu Freunden und zur Gemeinde nehmen parallel dazu immer mehr ab, Erholung wird als Zeitverschwendung angesehen, gleichzeitig steigt der Konsum von Aufputschmitteln. Die Umwelt hat sich an das Tempo gewöhnt und lasst keine Verschnaufpausen zu.

Stufe 4: Erste Fehlleistungen
Um arbeitsfähig zu bleiben, wird das Erholungsbedürfnis des Körpers ausgeblendet. Folge: allmählicher Energieverlust. Die ersten Fehlleistungen wie Unpünktlichkeit und Verwechslungen treten auf, erstmals werden Überforderung und Hektik spürbar.

Stufe 5: Weniger Gefühle
Alle Wertvorstellungen gelten nicht mehr viel, Freundschaften und Familie, aber auch Beziehungen in der Gemeinde werden zur Belastung. Um noch funktionsfähig zu bleiben, werden Gefühle zurückgedrängt. Oft treten Probleme mit dem Partner auf.

Stufe 6: Wachsende Ungeduld
Der Körper sendet erste Warnsignale wie ständige Müdigkeit oder Migräne. Ungeduld, Zynismus und agressive Abwertung sind neue Charakterzüge. Die Umwelt und das Gemeindeleben wird als bedrohlich empfunden. Man funktioniert dank Routine, Erfahrung und Beziehungen – aber viel schlechter, als man könnte.

Stufe 7: Plötzliches Erschrecken
Mit Entsetzen wird der eigene Leistungsabfall bemerkt – Rat – und Orientierungslosigkeit greifen um sich. Alkohol, Medikamente, aber auch Essen – all das dient als Ersatzbefriedigung. Man verlässt das soziale Netz und die Heimatgemeinde, das/die sich zwar noch bemüht, aber bereits verstört ist.

Stufe 8: Deutlicher Rückzug
Die Nähe anderer Menschen wird zunehmend gemieden. Arbeitszeiten werden so gewählt, dass man so wenigen Kollegen wie möglich begegnet. Der Betroffene hat das Gefühl für die eigene Persönlichkeit verloren. Er funktioniert wie eine Maschine.

Stufe 9: Existentielle Not
Apathisch und kraftlos wird der Alltag bewältigt, das Aufstehen gleicht bereits einem Kraftakt. Verschiedene Anzeichen einer Depression sind jetzt unübersehbar, wie z.B. eine negative Lebenseinstellung und Hoffnungslosigkeit. Der Wunsch nach Dauerschlaf (Todeswünsche) trifft auf existentielle Verzweiflung.

Stufe 10: Völlige Erschöpfung
Diese Phase erreichen zum Glück nur wenige Patienten. Kennzeichnend ist die lebensgefährliche geistige körperliche und emotionale Erschöpfung. Das Immunsystem ist angegriffen, es besteht Selbstmordgefahr. Oftmals ist Hilfe hier nur noch stationär möglich.

Buchtipps zur Vertiefung:
Der verwundetet Christ, Heilwerden von Stress, Loren Sandford oder vom selben Verfasser, Renewal For The Wounded Warrior - A Burnout Survival Guide for Believers
Joice Meyer, Müde Krieger, ohnmächtige Heilige

Strategien gegen die Total-Erschöpfung:

1. Sich auf eine Sache konzentrieren
Wissenschaftler fanden heraus: Bei Männern sorgt Multitasking vor in der Amygdala, dem ältesten Teil des Gehirns, für enormen Stress.
Anti-Burn-out-Tipp: Aufgaben grundsätzlich der Reihe nach erledigen und dabei möglichst beide Hände benutzen. Das steigert nachweislich die Flexibilität des Gehirns.

2. Lernen, Nein zu sagen:
Im weiblichen Gehirn wird Stress im Frontlappen des Gehirns ausgelöst – häufig durch die Unfähigkeit, sich abzugrenzen und den eigenen Bedürfnissen Priorität einzuräumen.
Stressforscher raten deshalb: Mindestens zweimal pro Tag ganz bewusst einen Gefallen oder eine Bitte ablehnen.

3. Energieräuber erkennen

Generell gilt: Je mehr wir nutzlosen Energieverlust vermeiden, desto leichter können wir unsere natürliche Vitalität wiedererlangen. Am ehesten gelingt uns das, wenn wir Gefäßschädigende Lebens – und Genussmittel nur in Maßen zu uns nehmen. Fastfood, Kaffee, Alkohol und Nikotin sind Verstärker für Stress, der Schlaf wird unruhiger, der Körper braucht länger, um sich von Anstrengungen zu erholen.

4. Handys maßvoll nutzen
Studien beweisen: Wer täglich mehr als 60 Minuten mit dme Handy telefoniert, hat ein siebenfaches Burn-out-Risiko. Dessen elektromagnetische Strahlung stört offenbar die Alphawellen im Gehirn. Durch die permanente Erreichbarkeit werden zudem im Gehirn vermehrt Stresshormone ausgeschüttet.
Forscher empfehlen: Pro Tag nicht mehr als 15 Minuten mit dem Handy telefonieren.

5. Naturapotheke wählen und sich gesund ernähren
Bsp.: Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunssystems. Wie schnell und hektisch wird die Nahrung dem Körper zugeführt, und was sind seine Bestandteile?

6. Dem Stress öfter davonlaufen
Nicht nur erlaubt sondern von Medizinern empfohlen: die Flucht.
Wir können der Hektik des Alltags im wahrsten Sinne des Wortes davonlaufen. Wer merkt, dass er keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, wird nach 30 Minuten Joggen wieder klarer sehen. Die Bewegung löst Blockaden im Gehirn und bringt durch die Hormonausschüttung neuronale Motivationssysteme wieder „zum Laufen“. Unsere Grundstimmung verbessert sich merklich.

7. Die 80-Prozent-Regel beherzigen
Wer sich von einer Fülle von Aufgaben überfordert sieht, halte sich an folgende Faustregel: 80 Prozent des Pensums zu schaffen, genügt völlig. Und: Achten Sie darauf, dass Sie alle Aufgaben in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit erledigen.

8. Sich Unterstützung suchen
Das größte Problem von Burn-out-Gefährdeten ist, dass sie alles allein machen wollen.
Expertenregel: Wer Unterstützung hat, geht gelassener an Aufgaben heran, ist kreativer und leistungsfähiger.

#2 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Andrea 09.02.2011 13:11

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Das klingt in der Theorie ja ganz nett, aber ist das im "normalen" Leben umsetztbar?

#3 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von McMichael 09.02.2011 17:59

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Ich denke wir haben Betroffene im CZN auf den verschiedenen Stufen, die einen haben erkannt in welcher Gefahr sie stehen und sind dabei sich nach "oben" zu bewegen - von ihnen könnte man lernen, "wie machst du das praktisch, was war dein erster Schritt, welche Erfahrungen hast du gemacht usw."
...vielleicht beginnt es auch damit sich vom Hl.G. seinen ersten Schritt d.h. eine von den acht Strategien zeigen zu lassen und mit dem Üben zu beginnen; nicht ohne zuvor jemanden ins Vertrauen gezogen zu haben.

#4 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von wahrheit1960 09.02.2011 20:24

Hm... da werden sich bei abhängig Beschäftigten die Chefs aber freuen - über "80 % der Aufgaben erledigen reicht in der Regel" und "öfter mal nein sagen" von ihrem Personal. Kann dann passieren, dass man auf einmal vieel mehr Zeit hat als einem lieb ist...

#5 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Rose-Gotteskind 09.02.2011 20:46

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Wenn man - wie ich - an Tinnitus, Hörverlust und Brustkrebs leidet, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich abzugrenzen und die beschriebenen Strategien P. 1-8 anzuwenden. Sonst ist Burn out nicht mehr aufzuhalten. Das habe ich schon ein wenig gelernt bzw. lernen müssen, auch schweren Herzens. Mein Gehirn ist nur noch in der Lage, ein bestimmtes Mass aufzunehmen, alles darüber hinaus gehende überfordert mich und erzeugt Stress und die Verstärkung des Tinnitus, Nichtbeachtung fördert dann Burn out.
Das stösst natürlich oftmals auf Verständnislosigkeit, auch innerhalb der Familie und des Umfeldes. Jemand kommt und möchte etwas erzählen oder fordert etwas. Dann ist Zuhören oftmals schon Stress. Selbst öffentliches Beten in der Gemeinde erzeugt oftmals Stress, kaum zu verstehen. Es ist ein Punkt, dem ich manchmal nicht nachkommen kann. Alles um mich herum betet laut, ich bete leise zum Herrn und fühle mich wohl dabei. Das hat natürlich auch etwas mit "Vergleichen" zu tun, aber warum eigentlich?
Und das ist ein Thema für sich.

Nun könnte man natürlich sagen, sie macht viele Dinge ausserhalb der Gemeinde. Aber dazu kann ich sagen, was ich in der Gemeinde mache und welchen Dienst ich annehme, ich tue es mit Überlegung und dann gerne. Die restliche Zeit und Kraft widme ich unserem Sohn und Klaus - Menschen mit Behinderung haben wenig Lobby und Menschen, die älter werden, brauchen auch mehr Barmherzigkeit. Ich denke, nach 44 Ehejahren darf ich das sagen.
Das ist nur ein Beispiel von mir - JEDER hat ein anderes "Schlachtfeld"!
Ich muss weiter lernen, Prioritäten zu setzen, was ich mir zumuten kann und was nicht mehr. Ich bin dabei - mit der Hilfe unseres Herrn.
Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema angesprochen wird, wenn wir uns besser kennen, können wir uns auch besser helfen und vielleicht auch besser akzeptieren.

Rosemarie

#6 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Uta 10.02.2011 11:28

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Lieber Andreas!
Kann dann passieren, dass man auf einmal vieel mehr Zeit hat als einem lieb ist...wenn man bei Nr. 10 angekommen ist...

Ich verstehe schon die Zwickmühle, in der man sich als "abhängig Beschäftigter" befindet... Mit dem abhängig fängt es ja schon an - "Abhängigkeit" wäre z. B. ein Begriff, der mal an so einem Abend "Herausforderung Arbeitsplatz" definiert und bedacht werden könnte. (Übrigens ich war auch schon "berufstätig").

Aber ist es nicht auch möglich, dass man nicht nur "Erziehung" von oben erhält, sondern auch die "Mächtigen" Erziehung brauchen. Ich habe da auch ein paar Erfahrungen gemacht. Ich glaube schon, dass es Gelegenheiten gibt, wo man mal ein "Nein" einwerfen kann.
Mal sehen, wie lange der Gott "Wachstum" sich noch hält, wenn die Bevölkerung immer kranker wird. Vielleicht brauchen wir eine Revolution der Arbeitsethik und der Arbeitgeberethik, wenn das "Recht auf Arbeit" zur "Sklaverei" verkommt.

MfG Uta

#7 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von McMichael 10.02.2011 12:39

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Dem kann ich nur von Herzen zustimmen - auch ich war mal im Berufsalltag (ja, es hat sich inzwischen einiges verschärft), aber als Kinder Gottes sind wir teuer erkauft und hie und da muss der Herr wohl auch ggü. weltlichen Autoritäten kritisch feststellen:
"Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlägt."2.Kor 11,20
Welcher Mangel bei uns erlaubt so eine Haltung?

#8 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Andrea 10.02.2011 14:45

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Also als ich vor ca 6 Jahren bei Punkt 10 angelangt war und mich auf der Intensivstation wiederfand, hatte ich genügend Zeit darüber nachzudenken was alles falsch gelaufen ist. Nur nützte mir das nicht viel, der Schaden war ja bereits angerichtet. Ich weiß das Gott mich nicht geheilt hat damit ich mich erneut verheizen lasse.

Ich wehre mich oft mit "Händen und Füßen" gegen zu viele Aufgaben. Mit mehr oder weniger großen Erfolg. Im Berufsleben wird ein nein meistens nicht akzeptiert, da heißt es dann du mußt.....du mußt.....du mußt.....

Es kostet mich oft viel Kraft mich ständig wehren zu müssen, aber es kostet noch mehr, immer das zu tun was verlangt wird.

#9 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von McMichael 15.02.2011 11:30

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Wie sieht es nun aus. Wer sieht Bedarf, dass wir uns an einem Abend unter dem Thema "Herausforderung Burn-out" treffen um einander zu ermutigen....?
Soll nur ein Hilfsangebot sein evt. einmalig. Da das Thema nicht nur fest Angestellte und Berufswelt betrifft sondern u.U. auch Mütter und Hausfrauen, dachte ich an einen extra Abend neben der Gruppe "Herausforderung Arbeitsplatz...

LG
Michael

#10 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Katrin 15.02.2011 14:10

Ich hätte Interesse dran. Katrin

#11 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Elisabeth 15.02.2011 17:32

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klingt gut

#12 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Uta 16.02.2011 11:18

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"Da das Thema nicht nur fest Angestellte und Berufswelt betrifft sondern u.U. auch Mütter und Hausfrauen, dachte ich an einen extra Abend neben der Gruppe "Herausforderung Arbeitsplatz..."

.... und Pastoren und Leiter von Gemeinden....

"Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlägt."2.Kor 11,20
Welcher Mangel bei uns erlaubt so eine Haltung?

.... Leider gibt es das nicht nur in "der Welt" , sondern wird auch tüchtig in der Gemeinde praktiziert - besonders an Pastoren.
Damit meine ich nicht, dass alle Christen so sind, aber es gibt doch öfter Verhaltensweisen in der Herde, die man sich im
Berufsalltag so nicht leisten könnte.

Das musste ich einfach mal ablassen. Entschuldigung an alle, die es nicht betrifft.

#13 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Alfred 17.02.2011 12:59

Obigen "weltlichen" Artikel "10 Vorstufen des Burn-out und Gegenstrategien" finde ich gut.
Wir als Christen haben daneben noch eine viel größere Kraftquelle aus der wir schöpfen können - ganz praktisch und real! Laßt uns nicht vergessen,das A l l e s hier auf Erden, jede Firma, jede Dienststelle, jeder Konzern, jede Handelseinrichtung und somit auch jeder Arbeitgeber unseren G o t t - unseren V a t e r gehört. Es ist s e i n E i g e n t u m ! Wie wir wissen, sind wir s e i n e K i n d e r und somit s e i n e E r b e n!
Wenn du also zur Arbeit kommst, kommst du in das Eigentum deines Vaters, und du bist berufen, hier mit " I h m " zu herrschen und zu regieren, so wie Jesus als er in sein Eigentum - auf die Erde - kam. Es kann allerdings sein, dass du als solcher nicht gleich erkannt wirst (so wie Jesus), aber du bist es drotzdem! Es wird aber offenbar und sichtbar werden, wenn du in dieser Autorität und Demut (nicht falsch verstehen) kommst. Du wirst deinen Chef mit anderen Augen sehen, als eingesetzten Verwalter auf "gleicher Augenhöhe" . Du wirst seine Probleme - die persönlichen und die geschäftlichen - aus einem anderen Blickwinkel erkennen. So habe ich es erlebt, als ich mit Heiligem Geist erfüllt wurde.
Die Bedenken und die Angst weicht vor dem "nein - sagen" zu noch mehr Zeit- und Krafteinsatz , denn wir haben nicht den "Geist der Knechtschaft" empfangen, sondern einen "Geist der Sohnschaft" (Röm.8,15).
Wenn wir aus Angst herraus - den Arbeitsplatz zu verlieren - nicht nein sagen können ist es doch im Grunde Menschenfurcht und Existensangst die uns knechtet. Dies ist das Gegenteil von Gottesfurcht und der Gewissheit dass Gott mich versorgt - was auch immer geschieht.
Ich habe das in sehr unterschiedlichen Situationen erlebt. So wohl dass es mein Arbeitgeber akzeptierte als auch dass ich den Arbeitsplatz verlor. Aber i m m e r habe ich erlebt, das G o t t m i c h v e r s o r g t e ! Manchmal nicht so wie ich es mir vorstellte, E r hat es aber immer auf seine Weise getan und er tut es noch immer. Dies gilt m.E. auch in Familie und Gemeinde.
Diese Gewissheit wünsche ich allen Brüder und Schwestern die in dieser Herausforderung stehen!
Obwohl ich zur Zeit, was "Burn - out" anbetrifft, kein Betroffener bin stelle ich mich gern für Ermutigung und Begleitung zur Verfügung.

LG Euer Alfred

#14 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von McMichael 17.02.2011 16:51

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Wow, danke lieber Alfred für diese Ermutigung - mal sehen, ob so ein Treffen zu Stande kommt...

LG
Michael

#15 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Rose-Gotteskind 17.02.2011 17:45

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Ja, ich denke auch, wir müssen mutig einstehen, da wo wir stehen und für das, für was wir stehen, nämlich für Christus in uns, denn wir sind seine Stellvertreter.
Sei es innerhalb der Familie oder am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder für die Menschen, die Gott uns anvertraut hat. Und sei es auch manchmal noch so mühsam - unser Herr kennt den Ausgang und bei ihm können wir uns immer wieder bergen und stärken. Er lässt uns nicht fallen, er hilft und begleitet uns und er freut sich, wenn wir uns gegenseitig ermutigen.
Nichts was wir tun, ist vergebens. Er wird verschlossene Ohren für uns öffnen, steinerne Herzen verwandeln und blinde Augen sehend machen. Wir müssen uns manchmal nur trauen und ihm vertrauen, der durch uns wirkt.
Sind das nicht gute Zusagen und Aussichten?

#16 Lehre über Burn out (von Bob Cole) von Heike 17.02.2011 19:52

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Lehre über Burnout (dt. "Ausgebranntsein") (Lehre von Bob Cole)
Definition: Ein Verlust von Begeisterung, Energie, Perspektive und Entschlusskraft.
Ein Zustand geistiger, körperlicher und geistlicher Erschöpfung, hervorgerufen durch anhaltenden Stress. „Lange Zeit brannte die Kerze auf bei den Enden.“

A. Symptome eines aufkommenden Burnouts:
das Gefühl, auf einer Abwärtsspirale in ein schwarzes Loch zu fallen.
Die folgenden Symptome können aufeinander aufbauen:
1. Erschöpfung: Energiemangel mit Gefühl der Müdigkeit. Schwierigkeit, deine gewohnten Aktivitäten aufrechtzuerhalten.
2. Absonderung: Du isolierst dich von deinen Freunden. Du schaffst Abstand zwischen dir und anderen Personen, besonders zu
denen, mit denen du in der Vergangenheit eine enge Beziehung hattest.
3. Langeweile: Das Leben ist nicht mehr so fröhlich und aufregend wie es sonst war.
4. Zynismus: Personen werden ablehnend gegenüber dem Leben, ihrer Arbeit, ihrer Familie, ihrer Ziele und der Gemeinde. Sie fangen
evtl. an, den Wert von Freundschaften in Frage zu stellen, Aktivitäten, sogar das Leben selbst.
5. Wachsende Ungeduld und Reizbarkeit. Sie werden Personen gegenüber ungeduldig und lassen ihren Frust an ihnen aus.
6. Ein Gefühl der Allmacht: Niemand kann meine Arbeit besser machen als ich, nur ich kann sie tun, niemand anders.
7. Das Gefühl, keine Anerkennung zu erhalten; Gefühle der Bitterkeit, Zorn und Groll, weil sie nicht anerkannt werden.
8. Änderung des Arbeitsstils: Sie können nicht mehr so viel Arbeit bewältigen wie vorher. Sie können nicht mehr ihr hohes
Leistungsniveau aufrecht erhalten.
9. Mögliche Geistesgestörtheit: Vom Gefühl, nicht anerkannt zu sein, entwickeln sie sich hin zu dem Gefühl, falsch behandelt oder
bedroht zu werden „Jemand ist hinter mir her.“
10. Verwirrtheit: Ein länger andauernder Burnout kann dazu führen, dass es Schwierigkeiten gibt, sich zu konzentrieren und sich an
Termine, Namen zu erinnern oder sogar an das, was sie sagen wollen.
11. Psychosomatische Beschwerden: Kopfschmerzen, lange dauernde Erkältungen, Rückenschmerzen, Klagen über andere
Schmerzen - wirkliche oder eingebildete.
12. Entmutigung: Verlust von Mut, Traurigkeit, keine Freude
13. Größere Depression: Ein depressiver Zustand, der die meisten Lebensbereiche durchdringt.
14. Hoffnungslosigkeit: Man kann nichts tun.
15. Hilflosigkeit: Nichts, was ich tun kann.
16. Gottlosigkeit: Er hat mich verlassen.
17. Selbstverdammnis: Dies ist mein Fehler; Schuldgefühl, dass ich mir erlaubt habe, so tief zu sinken.
18. Selbstmordgedanken: Tot wäre ich besser dran.
19. Keine Zeit, zu entspannen; keine Zeit für mich selbst.

Ein Burnout-Opfer kann 1,2,3,4,5… erleben oder die meisten dieser Symptome.

B. Konsequenzen von Burnout
Verlust der Gesundheit, Ehe, Familie, Arbeit, Freunde; Niedergeschlagenheit während der Genesungszeit.

C. Wer wird am wahrscheinlichsten ausbrennen'
1. Menschen, die ein schlechtes Selbstbild haben.
2. Menschen in Berufen, die anderen Menschen helfen: Krankenschwestern, Ärzte, Pastoren, Sozialarbeiter, Therapeuten
3. Arbeitssüchtig, Typ A: 1) Ein sehr voller Terminplan; 2) Starke Leistungsorientierung, 3) Schwierigkeit, "nein" zu sagen; 4)
Tendenz, Herzprobleme zu bekommen
4. Menschen, deren Vater oder Mutter ihnen nie in die Augen gesehen und gesagt haben:
"Ich liebe dich" oder "Ich bin stolz auf dich".
5. Christen: Sie lieben Gott und Menschen Sie wollen Gott dienen
6. Menschen, deren Eltern arbeitssüchtig waren.
7. Deutsche: Ein guter Deutscher ist ein fleißiger Deutscher. Deine Kultur kann diese Erwartung an dich haben.
8. Perfektionisten: Immer etwas perfekt machen.
9. Menschen, die die Vaterliebe Gottes nicht kennen oder nicht akzeptieren.
10. Menschen mit unerfüllten Erwartungen.
11. Menschen, die undiszipliniert sind und nicht "nein" sagen können.
12. Leute, die versuchen, es jedem recht zu machen.

D. Der Weg, sich vom Burnout zu erholen
1. Thessalonicher 5,23: "Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“

Räume deinem geistlichen Leben Priorität ein:
- Verliebe dich in Jesus
- Lies deine Bibel
- Bete
- Lobe Gott
- Bete Gott an
- Diene Gott und anderen mit deinen wichtigsten Gaben
- Bleibe in deiner Berufung
- Gehe in die Gemeinde
- Bitte Gott täglich um seine Gnade
- Gib deinen Zehnten

Räume deinen körperlichen Bedürfnissen Priorität ein:
- Bewege dich
- Iss gut
- Schlafe gut
- Habe Freude an Aktivitäten: Golf, Wandern, Radfahren, Fußball spielen, Schwimmen, Joggen, Gehen, Gartenarbeit, Volleyball

Räume deinen geistigen Bedürfnissen Priorität ein:
- Halte Sorgen und Stress aus deinem Leben heraus - bete
- Lerne zu lachen und voller Freude zu bleiben
- Erlaube dir selbst, dich zu entspannen und fühle dich nicht unter Druck, die ganze Zeit etwas machen zu müssen.
- Spiele - Bowling, Karten
- Habe Freude an verschiedenen Hobbies: Nähen, Malen, Schweine sammeln, handwerkliche Tätigkeiten, Briefmarken sammeln,
Münzen sammeln, Grillen, Fußballspiele ansehen, Angeln.
- Zusammensein mit Freunden
- Ins Kino gehen, DVD's ansehen, Videos
- Musik hören
- Entspannen, entspannen, entspannen - ohne Schuldgefühle.

E. Befasse dich mit den Wurzeln von Burnout:
Matthäus 3, 10: "Schon ist die Axt an die 'Wurzel der Bäume gelegt" Wenn man die Wurzel abschneidet, gibt es keine Frucht.


F. Überprüfe und setze neue Prioritäten in deinem Leben

#17 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Uta 18.02.2011 11:27

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Hallo Alfred!
Ich finde Deinen Beitrag super!!!
Du hast sehr gut auf den Punkt gebracht was ich weiter oben eigentlich auch ausdrücken wollte.
Hier ein persönliches Zeugnis dazu:
Michael und auch ich haben auch schon unsere Arbeit verloren.
Michael, weil er nicht seine inneren Überzeugung und Erkenntnis leugnen wollte (als Pastor).
Ich, weil ich in einem Arbeitsverhältnis nach ein paar Monaten Tätigkeit in Arbeiten gesteckt werden sollte die mir zu schwer waren. Ich habe es erst versucht, als ich aber merkte dass die neuen Bedingungen für mich eine Überforderung waren, ging ich zu meiner Vorgesetzten und bat darum wieder zu den Bedingungen arbeiten zu dürfen zu denen ich eingestellt wurde. Dadem diesem Wunsch nicht entsprochen wurde sagte ich, dass ich dann wohl aufhören müsste in dieser Einrichtung zu arbeiten. Es gab keine "Gnade". So habe ich dann gekündigt. Das ganze geschah, als Michael arbeitslos war... aufgrund seiner Überzeugung. Ich hatte ein Wort vom Herrn, das mir die Freiheit dazu gab diese Arbeit aufzugeben. Finanziell war unsere Zukunft noch nicht geregelt, aber wir hatten die Zusage und die Zuversicht, dass Gott uns versorgen würde. Und so kann es dann auch innerhalb der nächsten Wochen.

#18 RE: Burn-Out - Vorstufen erkennen und gegensteuern lernen von Uta 18.02.2011 11:30

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Liebe Rosemarie!
Danke für Deine Ermutigung!

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