#1 Hilfe durch den Helfer - Joh 16,6;14,7.16 von McMichael 21.03.2021 16:56

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E. Bevor Jesus seine Jünger nach Kreuzigung und Auferstehung durch seine Himmelfahrt verließ, gibt er ihnen in seiner Abschiedsrede einige wichtige Kernverheißungen mit auf den Weg der Nachfolge. Letztlich zeigt er ihnen auf, wie der Weg der Nachfolge ohne ihn weiter gehen kann.

Joh 16,7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Helfer nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.
Joh 14,16 Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Helfer geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn erkennt. Ihr erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Joh 14,26 Aber der Helfer, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."

Es gibt Lebensphasen, da wird uns besonders deutlich, dass wir die Hilfe Gottes brauchen.
Da heben wir den Blick zu den Bergen und unsere Seele fragt: Woher kommt mir Hilfe? Und sofort kommt Erinnerung „meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Wir aber sollen allezeit und in jedem Lebensabschnitt von und mit Seiner Hilfe leben.

Gottes Hilfe kommt in und durch die Person des Helfers, dem Hl.Geist!
Im griech. steht hier „Parakletos“ und das hat vielfältige Bedeutungen und zeigt für mich an, worin Seine Hilfe besteht: Fürsprecher; Beistand/Anwalt; w. der zur Unterstützung Herbeigerufene, Tröster.
Letzten Sonntag hörten wir in der Botschaft von Svcn-Arne, dass Christsein bedeutet, Jesus nachzufolgen; d.h. in Jochgemeinschaft mit IHM zu leben, was unsere Lasten mindert und uns in der Spur bleiben lässt.
Übrigens nennen sich Jesusgläubige in der islamischen Welt zumeist nicht Christen, sondern Jesusnachfolger. Nachfolger sind keine besonderen Superchristen, sondern das ist der Standard!
Aber wir brauchen dazu Seine Hilfe durch den Helfer.
In Ps 66,9b las ich„Gott ist der eine, der dafür sorgt (keeps us), dass wir treu ihm nachfolgen.“ PT

Nun wie geschieht die göttliche Hilfe des Helfers in unserem Alltag als Jesusnachfolger.
„ER wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Joh 14,26b

Das Lehren geschieht dabei ganz im hebr. Sinn umfassend und ganzheitlich nicht im Sinn der Vermittlung von Kopfwissen sondern von Herzenserkenntnissen. ER enthüllt dir dazu Geheimnisse aus der Schrift und hilft beim Verstoffwechseln genauso wie bei der Umsetzung - Motivation, Anleitung, Ermutigung.
Bsp.: Vergebung

Beim Erinnern greift ER auf das zurück, was du an Wahrheiten erkannt haben, auf das „Wort das in dir bleibt“ Joh 15,7). Je mehr davon du frisch zu dir nimmst, je mehr du das Wort in dir trägst und verstoffwechselt hast, je leichter fällt es dem Hl.G. dich auch zwischendurch zu erinnern...
Bsp.: Wenn die Seele unruhig ist....

1. Er hilft als Rechtsbeistand/Anwalt
...indem er uns gegen die Anklagen und Lügen des Feindes beisteht!
Der kommt oft mit Anklagen oder versucht Zweifel zu säen, um uns Erkanntes zu rauben.
Manchmal ist es auch „nur“ unsere Seele und manchmal sind es Menschen. Wir wissen aus uns heraus dann oft nicht was wir antworten sollen. Aber unser göttlicher Anwalt weiß es...
Übrigens auch im Thronsaal Gottes. Dort ist er unser Fürsprecher. Davon hörten wir vorletzten Sonntag. Er vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen in unserer Schwachheit (Rö 8,25ff).
Selbst vor den Menschen, denen wir das Evg. bezeugen sollen und nicht wissen was wir sagen oder oder uns der Mut fehlt wegen des zu erwartenden Widerstandes.
Bsp. Stephanus

2. Er hilft uns als Tröster
Er tröstet mit seinem Wort. Er führt uns zu dem was wir jeweils brauchen und erinnert uns.
Manchmal auch einfach mit Seiner heilsamen Innenwirkung auf unser Inneres durch Freude und Friede im Hl.Geist

Wie können wir nun die Hilfe Gottes durch den göttlichen Helfer noch mehr erfahren?

ER ist gesandt und „wir haben ihn „erkannt“ (Yada-Beziehung), denn er bleibt bei uns und wird in uns sein. Joh 14,26 und damit immer erreichbar.
Durch den Hl.Geist als Person, können wir Gemeinschaft mit Gott leben und erleben.
So segnet Paulus die Christen in Korinth am Ende seines 2. Briefes (2.Kor 13,13) mit folgendem:
„Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“

Im griech. steht hier dasselbe Wort wie Apg 2,42: „Koinonia“
Es war eines der vier Kernelemente der Urgemeinde. Koinonia laut STR bedeutet: „Partnerschaft, wörtlich Mitarbeit,Teilhabe,Teilnahme, oder soz. Umgang, Wohltat/Wohltätigkeit: Kommunikation, Gemeinschaft, Gefolgschaft, Beteiligung“.
Statt Gemeinschaft könnten wir also jedes dieser Begriffe einsetzten: „Die Partnerschaft des Hl.G....usw.

Pflegen wir sie also täglich. Sprechen, Hören, sich abstimmen. Ja, er möchte unsereFreundschaft, und uns vieles lehren und uns erinnern, besonders aus der Schrift.
Sie ist und bleibt das „Lieblingsmedium“ des Hl.Geistes (2.Tim 3,15ff). Je mehr Gemeinschaft wir mit ihm haben, je hungriger werden wir nach dem Bibelwort und je mehr verstehen wir, was darin steht und vor allem, was das für uns persönlich bedeutet.

Aber lehrt uns auf allen Wegen, und das ist mehr als in der Schrift;
z.B. Begegnungen, Erfahrungen mit uns selbst und anderen usw.

Gottes Hilfe kommt durch den Helfer, Beistand und Tröster. Indem wir aus der Gemeinschaft mit IHM uns belehren und erinnern lassen, empfangen wir Hilfe!

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