#1 Sohn und Sklave - wie kam und war Jesus in der Welt von McMichael 07.02.2021 11:31

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E. Vor kurzem las ich, dass „das Zeitalter der Diener“; mit dem Neuen Bund zu Ende gegangen sei. Im Neuen Bund ist nun jeder Gläubige durch Jesus zu einem Sohn in Christus geworden und dient als Sohn. „Ihr Sein ist die Sohnschaft und als Söhne dienen sie gerne ihrem himmlischen Vater.
„Denn der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch nicht zu Sklaven, sodass ihr von neuem in Angst und Furcht leben müsstet; er hat euch zu Söhnen und Töchtern gemacht, und durch ihn rufen wir, ´wenn wir beten`: »Abba, Vater!“; Rö 8,15 NGÜ
Ja das stimmt und das sind wir und „;...wie Jesus ist, so sind auch wir in dieser Welt."; 1.Joh 4,17


Stimmt aber der Gegensatz von Diener und Sohn? Nun, wie war denn Jesus in der Welt? Das schauen wir uns im ersten Teil der Botschaft heute mal an. Daraus entnehmen wir dann , wie das bei uns aussehen soll. Davon dann nächsten Sonntag.

1. Jesus kam und war als Sohn in der Welt
Und zwar als Menschensohn; das war der atl. Titel des Retters, den Israel erwartete.
Aber die Rettung kam anders als erwartet. Als Menschensohn bewirkte er die vollständige Erlösung, mit dem Endziel, daß jeder Mensch, der das glaubt auch ein Sohn Gottes werden kann.
Jesus war als Sohn der Prototyp des neuen Menschen einer neuen Schöpfung.
Und Jesus zeigte uns wie sein himmlischer Vater ist, nämlich wie er.
Und er demonstrierte die Vollmacht und die Abhängigkeit vom Vater.

2. Jesus kam und war als Sklave (doulos) in der Welt
„Er verzichtete auf alle seine (göttlichen) Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Sklave. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`.“ Phil 2,7f

Verzicht, Identifikation mit den gefallenen Menschen und Gehorsam sind die Kennzeichen an dieser Stelle. Als er seinen Jüngern kurz vor seiner Kreuzigung die Füße wäscht, demonstriert er, dass er sich nicht zu Schade ist den Dienst eines allerniedrigsten Sklaven zu verrichten!

3. Jesus kam und war ein Diener (diakonos) in der Welt
„Ich bin unter euch wie ein Diener“.Luk 22,27
Und hier die wunderschöne Verbindung von Menschensohn und Diener.
„Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ Mtth 20,28
Das wird am Kreuz sein Leben einschließen.
Beim Diener geht es um die umfassende ganzheitliche Hilfe und Fürsorge für den anderen Menschen.
Bsp.: das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Doch geht es nicht nur um tätige Nächstenliebe in-und außerhalb der Gemeinde, sondern um umfassende Sorge um das Heil der Menschen. Jesus heilte und vergab Sünden. Es ging ihm um Leib, Seele und Geist. Er diente mit dem Wort, der Tat und Zeichen und Wundern. Es ging Jesus um ganzheitliche Hilfe.

Fazit: Christus kam und war als der Sohn, der Sklave und der Diener unter den Menschen. Und das ist auch unsere Berufung, wie wir gleich hören werden. Die drei Begriffe sind keine (!) Gegensätze, sondern verschiedenen Aspekte der Identität Jesu und seiner Mission. Sie zeigen auch uns, die wir von neuem geboren wurden, wer wir sind und was unsere Mission in dieser Zeit und Welt ist.
Gerade im Hinblick, was an Manifestationen von Herrlichkeit sich unter und durch uns zeigen wird, ist es wichtig, dass beieinander zu halten, damit wir uns nicht „über-heben“ (kabod= Schwere) und zu Fall kommen, sondern wir als echte Söhne der Herrlichkeit erkannt werden.

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