#1 Christfeier - Finsternis und Licht - Jes 9,1ff von McMichael 28.12.2020 10:14

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Jes 9,1 Denn das Volk, das in der Dunkelheit lebt, sieht ein helles Licht. Und über den Menschen in einem vom Tode überschatteten Land/im Todesschatten strahlt ein heller Schein.
2 Du weckst lauten Jubel und schenkst ihm große Freude. Es ist überglücklich in deiner Gegenwart.
Es freut sich über dich wie ein Volk zur Erntezeit, wie jubelnde Menschen, die Beute unter sich aufteilen.
3 Denn wie am Tage Midians zerbricht Gott das Joch/die Ketten, das sein Volk drückte/gebunden hatten und den Stock/schwere Stange auf seinem Nacken, die Peitsche seines Treibers/Bedrückers.
5a Denn uns wurde ein Kind geboren, uns wurde ein Sohn geschenkt. Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft/die Verantwortung vollständiger Herrschaft.“ NLÜ,PT


1. Die Finsternis hat viele Gesichter
Damals zur Zeit Jesajas, zur Zeit von Jesu Geburt und heute. Bis heute leben und bewegen sich Menschen im Dunkeln, nämlich fern dem Leben mit Gott und im Todesschatten- buchstäblich aber auch geistlich. Auswirkung: Blindheit und vielfältige Desorientierung...
Zu den Gesichtern gehören jede Form von Fremdherrschaft und Gebundenheiten.
Bsp.: die Zeit um die Geburt Jesu - röm Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht und Herodes seines Machtmissbrauchs...
Dunkelheit und Fremdherrschaft haben viele Varianten. Mächte der Finsternis in Menschen und Natonionen. Mächte der Angst, der Todesfurcht Die Herrschaft der Sünde, die beides bewirkt: Verdunkelung und den Zwang zur (Selbst-) Zerstörung. Wie ein Apfel der von innen her fault ist der Mensch davon befallen, auch wenn er nach außen vll noch gut aussieht.
Die Christen in Ephesus erinnert Paulus:
„Auch ihr wart früher tot aufgrund eurer Sünden. Ihr habt genauso in der Sünde gelebt wie der Rest der Welt, beherrscht vom Satan, der im Machtbereich der Luft regiert. Er ist der Geist, der in den Herzen derer wirkt, die Gott nicht gehorchen wollen.
Wir alle haben früher so gelebt und uns von den Leidenschaften und Begierden unserer alten Natur beherrschen lassen. Wir wurden mit dieser Natur geboren und waren Gottes Zorn ausgeliefert wie alle anderen Menschen auch.“ Eph 2,1-3


2. Das Licht hat nur ein Gesicht
Ich lese gerade das Jesusbuch von Markus Spieker. Eindrücklich beschreibt er die Ölfunzeln
(a) selbst ausgedachter religiöser Vorstellungen in den Völkern von Anbeginn der Zeit, wie auch (b) menschliche Philosophien auf der Suche nach Antworten auf die Grundfragen des Lebens und das Licht der Vernunft, das den Menschen Orientierung geben sollte (als Alternative zum Hl.G. und seinem Wort). Sie alle konnten die Finsternis nicht durchdringen, die Menschen nicht befreien und seinen Zustand nicht ändern. Sie blieben wie in Eph 2,1ff beschrieben. Mit allen Folgen für sich, die Umwelt und das menschliche Miteinander.

Nein, dazu musste das (!) Licht kommen, der helle Schein aufstrahlen über allen Menschen.
Die damalige sichtbare Planetenkonstellation des „Duos Jupiter und Saturn, das gerade jetzt wiederspektakulär dicht steht - so dicht wie nur ganz selten und sehr hell leuchtet - war die gleiche wie um die Geburt Jesu.
Jesus - Jeschua - ER ist das Kind das uns geboren, ER ist der Sohn, der uns geschenkt wurde.
ER ist das angekündigte Licht der Völker!
„Das Leben selbst war in ihm, und dieses Leben war das Licht der Menschen.
Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen.“ Joh 1,4f


Für „Leben“ steht hier im griech. ZOE - das göttliche Leben, das ewige unzerstörbare Leben.
Jesu himmlisches Leben ist das Licht der Menschen.
An ihm sollte die Mensch erkennen, wer und wie Gott der Vater wirklich ist (Joh 1,14).
An ihm sollten sie aber auch erkennen, wer sie sein können, nämlich wie Jesus.
Er kam als der Prototyp
Sven-Arne nannte Jesus die himmlische Blaupause für unser Menschsein.
Das Hauptmerkmal: LIEBE. Bei Jesus sehen wir, wie „Liebe geht“ gegenüber dem Mitmenschen besonders den Schwachen und Verachteten und gegenüber dem himmlischen Vater, mit der Tat und der Wahrheit. Das sollten die Menschen durch das Licht himmlischen menschlichen Lebens sehen.
Jesus kam um uns zeigen, wie der Mensch zu dem Menschen wieder werden kann, so wie Gott ihn ursprünglich geplant hatte.
Das ist der tiefe Grund der Weihnachtsfreude.
„Der helle Schein, der mit Jesus aufleuchtet, weckt lauten Jubel und schenkt große Freude.
Wir freuen uns über dich wie ein Volk zur Erntezeit, wie jubelnde Menschen, die Beute unter sich aufteilen.“

3. Wer kann sich über das Licht freuen

Keinen Grund zur Freude und nichts zu lachen haben, angesichts dieses Lichtes und dieses göttlichen Lebens:
die Finsternis. Sie kann das Licht nicht auslöschen und auch den himmlischen Menschensohn nicht zerstören. Vielmehr wird die Finsternis am Ende völlig verschwunden sein.
die Welt. Sie bleibt freudlos, solange sie Jesus nicht als das Leben Gottes und das Licht erkennen (Joh 1,10).
ebenso Israel (Joh 1,11).

Freuen kann sich aber der, und er wird es, der Jesus als den Gottessohn erkennt und dadurch
das Licht und damit das Zoe-Leben Gottes empfängt. Und das geht ganz einfach:
„All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott/sie sind aus Gott geboren worden.“ Joh 1,12f

Wer diesen Schritt im Gebet tut, wird sofort von der Finsternis ins Licht und unter Jesu Herrschaft versetzt (Kol 1,13). Das Neue Zoe-Leben beginnt das Alte zu verdrängen. Desorientierung im Lebensstil, auch was Werte angeht, weichen allmählich echter Orientierung. Ob im Umgang mit mir selbst, dem Mitmenschen usw. Torheit geht und Weisheit kommt.
Jedes religiöse Joch wird zerbrochen und ersetzt durch das sanfte Joch der Gemeinschaft mit dem Hl.G. Jede Last wird uns abgenommen (Mtth 11,28) und der Stecken des Treibers (oft der innere Antreiber) wird zerbrochen. Die Herrschaft Jesu Christi beginnt.

Und jetzt wird es erst richtig spannend. Denn all das was wir erleben hat den Zweck, dass wir auf der horizontalen Ebene, den Menschen in der Finsternis und in ihrer Gebundenheit, das Licht des neuen Lebens und die Freiheit bringen, ganz wie Jesus (Jes 61,1ff). Forts. folgt

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