#1 Allerhöchste Zeit – Rö 13,8-14 von McMichael 13.12.2020 15:22

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E. Wecken und geweckt werden, das kennen die meisten von uns. Du versuchst als Elternteil dein Kind/deine Kinder aufzuwecken...“Komm, es ist Zeit aufzustehen, du musst du auch noch umziehen!“ Doch Kind bleibt im Bett – nur noch 5 min, ich bin noch soooo müde...“Nein, jetzt, es ist allerhöchste Zeit!“

Diesen Ton finden wir nun in dem folgenden Text. Ich lese ihn am Stück und dann teilen wir ihn in drei Portionen.

„Bleibt niemand etwas schuldig! Was ihr einander jedoch immer schuldet, ist einander beständig zu lieben. Denn wer den anderen lernt zu lieben, hat damit jede Forderung des Gesetzes erfüllt. 9 Wenn nämlich das Gesetz sagt: »Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst keinen Mord begehen, du sollst nicht stehlen, du sollst der Begierde keinen Raum geben!«, dann sind diese und alle anderen Gebote in dem einen Wort zusammengefasst: »Liebe und wertschätze deine Mitmenschen wie dich selbst!« 10 Die Liebe macht es unmöglich einander zu verletzen. Darum ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.
11 So zu leben ist um so dringender, denn die Zeit läuft ab und ihr wisst, dass es eine strategische/entscheidende Stunde in menschlicher Geschichte ist. Seid euch bewusst, in was für einer entscheidenden Zeit wir leben. Unsere Rettung ist jetzt noch näher als damals, als wir zum Glauben kamen, und es ist höchste Zeit, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht. 12 Die Nacht geht zu Ende, bald bricht ein neuer Tag an.
Darum wollen wir ein für alle Mal ablegen, was man im Schatten der Finsternis tut, und es ausziehen wie schmutzige Kleider. Und ein für alle Mal kleiden wir uns mit dem Glanz des Lichtes als unserer Waffe.13 Lasst uns ein einwandfreies ehrbares Leben führen, umgeben vom Licht dieses neuen Tages, nicht in der Dunkelheit von Schlemmen und Saufen, sexueller Freizügigkeit und Sinnlichkeit und ohne streitsüchtig und eifersüchtig auf andere zu sein. 14 Legt das alles ab, und zieht ein neues Gewand an: Jesus Christus, den Herrn. Beschäftigt euch nicht länger damit, wie ihr die Begierden eurer alten Natur zufrieden stellen könnt.“ Rö 13,8-14 NGÜ/PT


Wir beginnen mit dem Mittelstück

1. Es ist höchste Zeit...allerhöchste Dringlichkeit...V.11f

Dieser Weckruf ist prophetisch und wie auf unsere aktuelle Zeit gemünzt. „Die Zeit läuft ab, es ist eine strategische Stunde in unserer Geschichte. Bist du dir dessen bewusst!“ So ruft es uns der Apostel zu. „Es ist höchste Zeit, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht. 12 Die Nacht geht zu Ende, bald bricht ein neuer Tag an.“
Für mich klingt das dringlich und fast wie ne Alarmglocke.

2. Es ist höchste Zeit um aufzuwachen und sich umzuziehen...V.8f
Es ist nicht höchste Zeit, um in Panik und Alarmismus zu fallen oder uns in Angst und Schrecken versetzen zu lassen! Es ist nicht die Zeit, sich von den Zeichen der Zeit lähmen zu lassen, wie das Kaninchen im Blick auf die Schlange.
Nein, der biblische Weckruf zielt auf eine Liebesoffensive, die die Erfüllung des Gesetzes ist und das Ziel aller Unterweisung (1.Tim 1,4).

„Was ihr einander jedoch immer schuldet, ist einander beständig zu lieben. Denn wer den anderen lernt zu lieben, hat damit jede Forderung des Gesetzes erfüllt. Alle Gebote sind in dem einen Wort zusammengefasst: »Liebe und wertschätze deinen Nächsten wie dich selbst!« Die Liebe macht es unmöglich einander zu verletzen. Darum ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ V.8ff

Dazu sollen wir uns umkleiden! Ausziehen und Anziehen ist angesagt. Weder in den alten Kleider der alten eigensüchtigen Natur noch nackt (Offb 16,15;3,17) sollen wir vorgefunden werden, wenn der neue Tag endlich anbricht.
12 Die Nacht geht zu Ende, bald bricht ein neuer Tag an. Darum wollen wir ein für alle Mal ablegen, was man im Schatten der Finsternis tut, und es ausziehen wie schmutzige Kleider. Und ein für alle Mal kleiden wir uns mit dem Glanz des Lichtes als unserer Waffe.13 Lasst uns ein einwandfreies ehrbares Leben führen, umgeben vom Licht dieses neuen Tages, nicht in der Dunkelheit."

Dieses ehrbare einwandfreie Leben, dieser Lichtglanz der unsere Bewaffnung darstellt ist die gegenseitige Liebe, die wir einander schulden. Wenn wir einander lieben und wertschätzen lernen, erfüllen wir die Forderungen des Gesetzes. Und wir setzten das um, was unserem himmlischen Vater am wichtigsten ist.

3. Wie ich mich umziehe…V.14a
„Legt das alles ab, und zieht ein neues Gewand an: Jesus Christus, den Herrn.“ V.14

Zieht die schmutzigen Kleider, die alten egoistischen und Verhaltensweisen, die uns und andere verletzen aus und legt sie ab. Als neuen Anzug aber zieht Jesus Christus an.
Das kann uns verwirren, heißt es doch anderen Stellen im NT, dass wir unseren alten Menschen wie auch Christus als den Neuen, bereits angezogen haben (Eph 4,24;Rö 6,4). Alle die Jesus als Herrn und Retter an und in ihr Leben aufgenommen haben, alle die das Geschenk der Erlösung angenommen und von von neuem geboren wurden.
Was meint also Paulus, wenn er uns erneut auffordert uns umzukleiden?
Wir schauen uns dazu Kol 3,10.12-14 an und wir finden zunächst bestätigt, was ein für allemal passiert ist:
„Ihr habt doch das alte Gewand ausgezogen – den alten Menschen mit seinen Verhaltensweisen – und habt das neue Gewand angezogen – den neuen, von Gott erschaffenen Menschen, der fortwährend erneuert wird, damit ihr ´Gott` immer besser kennen lernt und seinem Bild ähnlich werdet.“ V.9bf

Jesus Christus als neues Gewand beständig anzuziehen bedeutet also in Rö 13, dass wir seine Werte und seine Wesensart immer wieder anziehen, nachdem wir IHN als den neuen Menschen angezogen haben. Und das sieht so aus:
12 „Geschwister, ihr seid von Gott erwählt, ihr gehört zu seinem heiligen Volk, ihr seid von Gott immer und innig geliebt. Darum kleidet euch nun mit den Tugenden/Werten Gottes: in tiefes Mitgefühl, in Freundlichkeit, Bescheidenheit, Rücksichtnahme und Geduld. 13 Geht nachsichtig miteinander um (Toleriert die Schwächen) und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Genauso, wie der Herr euch vergeben hat, sollt auch ihr einander vergeben. 14 Vor allem aber bekleidet euch mit der Liebe; sie ist das Band, das euch zu einer vollkommenen Einheit zusammenschließt. Denn Liebe ist das Höchste und muss durch jedes dieser Werte fließen. Liebe wird zum Zeichen von echter Reife.“

Nun haben alle die, die von neuem geboren wurden dieses Verlangen. Aber oft hapert es in der Lebenspraxis auf allen Beziehungsebenen. Was also tun? Sich abzumühen und anzustrengen ist keine Option und erzeugt nur Frust und Müdigkeit.

Praxistipps:
a. Pflege beständig deine Freundschaftsbeziehung mit dem Hl.Geist

b. Bete viel in Seiner Sprache. So gestattest du dem Hl.Geist die Arbeit in dir zu tun, nämlich alte Verhaltensweisen und Denkweisen abzubauen. Immer mehr Licht bewirkt, dass deine „Kakerlaken“ sichtbar werden und absterben (Rö 8,13), so Dave Robertson in WiG-WiK. Gleichzeitig lässt das Licht die Frucht des Geistes in dir Wachsen.

c. Bekenne das Wort und erlebe seine Kraft – „Ich lege ab...ich ziehe an...“

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