#1 Gottes Weltpolitik - und unser Beitrag Teil 2 von McMichael 24.11.2020 11:23

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E. Vorletzten Sonntag hörten wir dass Gott in Christus Seine Weltherrschaft ausübt und ER die Weltpolitik macht, und auch wie ER, als Herr der Nationen (Ps 2,8), auf vierfache Weise seine Macht ausübt:
a. ER setzt territoriale Grenzen, und gibt Nationen ihr Erbe und damit Berufungen -5.Mos 32,8
b. ER gibt und begrenzt die Macht von Nationen, Weltreichen und ihrer Führer- Rö 13:1b; Dan 2,21
c. ER regiert und leitet mit dem Ziel, dass sein Reich komme und sein Wille geschehe, - wobei die entscheidenden Kämpfe in der Unsichtbaren Welt stattfinden (Dan 10 und 11;2,34ff.44ff)
d. ER richtet Nationen im Verlauf der Weltgeschichte (Bsp. Jer 49 und Jes 34 und andere Propheten) auch durch andere Nationen (Hes 23,24) mit dem Ziel der Umkehr.

A. Was Gott wichtig ist:
Nun schauen wir uns kurz an, nach welchen drei Kriterien Gott Nationen beurteilt und mit ihnen dann verfährt. Je nachdem erfolgen Aufstieg, Wohlstand oder Niedergang für Nationen und Weltreiche. Als Betern zeigt uns Gott damit, was IHM wichtig ist und wofür wir beten sollen- später mehr:

1. Den treuen und gerechten Umgang mit dem anvertrauten Erbe
Bsp. Die sieben zentralen Lebensbereiche (bei Stefan Vatter )

2. Götzendienst, Hochmut und Gräuelsünden (Bsp. Sodom und Gomorrha; Völker Kanaans: „Sie aber (deine Nachkommen, dein Volk) sollen in der vierten Generation wieder hierher kommen; denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll.“ (1.Mose 15, 13-16; 5.Mos 18,12)

3.. Stellung zu IsraelIch will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen...“1.Mos 18,3a
Bsp. : GB und ihr Verhalten ggü. den ausreisewilligen Juden nach Palästina
Persien und Iran usw.

B. Unsere dreifache Mit-Regierungsverantwortung als Volk Gottes


A. Fragen statt Beklagen
Wenn wir Gott als den Allerhöchsten in seinen Regierungsmaßnahmen und Entscheidungen nicht verstehen. Warum wird der ein- oder der abgesetzt, warum gewinnt der die Wahl. Warum hält der sich so lange an der Macht obwohl er ein ganz schlimmer Finger ist z.B. Nordkorea. Wir dürfen demütig Gott fragen (z.B. Daniel oder Habakuk)
Bsp. Hiob. Er dachte, Gott hätte sich abgewandt, ihn vergessen und verworfen und dachte, es läge an seiner Schuld. Darum stellt er verkehrte Fragen und die auch noch anklagend und frustriert Hiob 7,19ff). Dazu fand ich einen tollen Satz: “Hiobs Kritik an Gott wie auch seine anderen Antworten an seine Freunde, können am Besten verstanden werden als der schwache menschliche Versuch einem Szenario einen Sinn zu verleihen für das ihm aber ein entscheidendes Teil von Information fehlte; nämlich das hier etwas zwischen Gott und Satan passiert, das hier geistliche Bestimmungen vorrangig vor irdischen Umständen bestimmen. Weil er sich dieser Dimension des geistigen Raums nicht bewusst ist, ist sein Verständnis ernsthaft beeinträchtigt.“

So sind auch wir uns der unsichtbaren Dimension s. Dan 10 und 11 zumeist nicht bewusst...ABER Gott hat den Plan.

B. Gehorsam:
„Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen. Denn alle staatliche Autorität kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt. Dem Staat den Gehorsam zu verweigern heißt also, sich der von Gott eingesetzten Ordnung zu widersetzen...Dann tu, was gut ist, und du wirst ´sogar noch`Anerkennung von ihr bekommen. 4 Denn die Regierung ist Gottes Dienerin, und du sollst durch sie Gutes empfangen.“ Rö 13,1ff

a. Unterordnung - Wenn die staatliche Autorität nicht etwas verlangt, was gegen unser Gewissen, gegen das Wort Gottes oder uns zur Sünde verführen soll, ordnen wir uns unter; egal ob bei der Steuererklärung oder den Coronaregeln.
Im selben Satz, wo uns Gotteslästerung verboten ist, wird uns auch verboten unsere politischen Verantwortungsträger zu fluchen und schlecht über sie zu reden (2.Mos 22,27; Apg 23,5). Das schließt sogar unsere Gedanken ein (Pred 10,20)

b. „Tue was gut ist“
Wenn Gott den apostolisch-proph. Dienst weiter aufrichten wird (und noch ein Gebetsanliegen), ergreifen dazu Berufene (z.B. Micha 3,1ff) das Mandat vor den Machthabern das Evg. Zu verkündigen, und auch Ungerechtigkeiten anzusprechen – Bsp.: Joh der Täufer, wie auch Paulus, „der mit großer Selbtsthischerheit in den Zirkeln der Macht auftrat und Einfluss ausübte.“ Es Teil der apostolischen Berufung (Apg 9,15) und macht vor den Verantwortungsträgern eben nicht halt oder knickt inhaltlich ein, wenn Gott Türen öffnet. Bsp.: M.Luther
„Wobei Paulus darauf achtete, Machtsysteme mit der Botschaft vom Reich Gottes zu beeinflussen ohne selbst von ihnen vereinnahmt zu werden, und damit die eigene Salz-und Lichtwirkung zu verlieren. So betont er seine machtpolitische Distanz (Rö 13,4).“ (Finden, Fördern, Freisetzen, Stefan Vatter, S.147f)
Diese Distanz fehlt mir in dem Versuch der politischen Einflussnahme in den USA. Die Auswirkungen sind jetzt schon fatal – aus meiner Sicht.

Hineinzuwirken in die sieben Bereiche unserer Gesellschaft (s. Stefan Vatter S.127f), damit sich das RG wie Sauerteig ausbreitet.
Damit es den Menschen gut geht und Gott geehrt wird. Und damit wir in göttlicher Weise das uns als Nation anvertraute Erbe verwalten.
Haben wir das Bewusstsein, dass da wo uns uns gesetzt hat, RG sichtbar werden soll?

1. Bildung und Wissenschaft, wo Wahrheit oder Lüge verbreitet werden
2. Regierung und Politik, wo das Böse verboten oder erlaubt wird
3. Kunst und Unterhaltung, wo Werte gefeiert oder verhöhnt werden
4. Religion, wo Glaube zum lebendigen Gott oder zu Götzen führt (Paradebsp. Nebukadnezar)
5. Medien, wo Informationen zum Guten oder zum Bösen hin prägen
6. Wirtschaft und Finanzen, wo Ressourcen zum Auf- oder Abbau eingesetzt werden
7. Familie und Erziehung, wo Segen oder Fluch weitergegeben werden

Und ja, es braucht die Daniel-Berufungen. „Denn trotz Wissensflut-und Kompetenzen fehlt die Weisung und Weisheit der richtigen Deutung und einer von Gott gesegneten Handlungsweise. Durch Krisen sollen Verantwortungsträger die Wahrheit und Heiligkeit Gottes erkennen,..“ (S.Vatter, S.148f) - wie Nebukadnezar durch Daniel (Dank 2,1ff;4,1ff;2,10;4,4;2,19;4,5;2,47ff;4,34).

C. Gebet
1Tim 2:1f „Das Erste und Wichtigste, wozu ich ´die Gemeinde` auffordere, ist das Gebet. Es ist unsere Aufgabe, mit Bitten, Flehen und Danken für alle Menschen einzutreten, ´insbesondere` für die Regierenden und alle, die eine hohe Stellung einnehmen, damit wir ungestört und in Frieden ein Leben führen können, durch das Gott in jeder Hinsicht geehrt wird und das in allen Belangen glaubwürdig ist. In dieser Weise zu beten ist gut und gefällt Gott, unserem Retter, denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit erkennen.“

„Für Verantwortungsträger unserer Gesellschaft zu beten bedeutet nicht, alles für gut zu heißen, was sie tun, sondern sie vielmehr mit der Kraft göttlicher Gnadenwirkung zu durchdringen.“ (S.Vatter, ebd. S.152)

Konkret können wir das bisher Gesagte in Danken und Bitten verwandeln. Am Di werden wir das praktisch und modellhaft tun.

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