#1 Wir sind ein Opferhaus - 2.Chr 7,12ff von McMichael 23.06.2020 11:24

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E. Nachdem König Salomo das Haus des HERRN (=Tempel) und das Haus des Königs (seinen Palast) vollendet hatte, erschien ihm Gott nach den Einweihungsfeierlichkeiten (2.Chr 7,1-11).

„Und der HERR erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum Opferhaus erwählt. 13 Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse 14 und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 15 So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte. 16 So habe ich nun dies Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit.“ 2.Chr 7,12ff

Zunächst richtet sich dieses Wort an Salomo und es geht zunächst um den Tempel in Jerusalem und die Vollmacht des Volkes Israel, über das Gottes Name genannt war, eine Wende für die ganze Nation herbeizuführen.
Doch dieses Wort ist hochaktuell, es richtet sich an uns Christen.
Wir sind Gottes Volk – ein Volk aus Juden und Heiden. Über uns ist Gottes Name genannt – Jesus.
Aber wir sind auch Sein Tempel, der Ort seiner Gegenwart.

1. Erwählt ein Opferhaus zu sein
Gott hatte die damalige Stätte, wo heute nur noch die Klagemauer steht, zum Opferhaus erwählt.
Im Hebr. kann man „Haus des Opfers“ oder „Haus des Opferns“ übersetzen.
Eine Vielzahl unterschiedlicher Opfer wurden im Alten Bund mit unterschiedlichem Zweck nach genauen Regeln von den erwählten Priestern geopfert.
Im Neuen Bund gibt es nur ein einmaliges Opfer, Jesus. Sein Opfer ist der Grundstein des Neuen Tempels.
So lesen wir in 1.Petrus 1,5ff:
5 Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen . 6 Gott sagt ja in der Schrift: »Seht, ich verwende für das Fundament auf dem Zionsberg einen Grundstein von unschätzbarem Wert, den ich selbst ausgewählt habe.Wer ihm vertraut, wird vor dem Verderben bewahrt werden.« 1.Petr 1 NGÜ

Gottes Haus, nämlich wir als Gemeinde des Neuen Bundes, sind gegründet auf dem Fundament Jesus. Er ist der Grundstein und zwar aufgrund seines Werkes am Kreuz, wo ER als Opferlamm zu unserer vollständigen Erlösung geopfert wurde. Er befreite uns von der Macht der Sünde (Hebr 9,26b), der Schuld und des Todes und des Gesetzes, das der Sünde erst ihre Kraft verliehen hat.
Wer an Jesus glaubt ist als frei, von Todesfurcht, frei von seinen ichbezogenen Bestrebungen (Fleisch), frei zu lieben (dem neuen Gesetzt des NB), frei von dem schlechten Gewissen der Taten, die er begangen hat als er noch kein Christ war (Hebr 9,14).
Als Gläubige sind wir so mit Jesus verbunden, als ob wir mit ihm gekreuzigt, gestorben, begraben worden wären und wir sind es auch. Das gilt auch für die Auferstehung und die Himmelfahrt. Wir sind mitauferstanden, um ein neues Leben in der Kraft der Auferstehung zu führen. Wir sind mitversetzt an himmlische Orte, um im Gebet unseren himmlischen Platz vor dem Thron der Gnade einzunehmen.
In diesem Sinn ist unser persönliches Leben als Christ und die Gemeinde ein „Haus des Opfers“.
Es gründet sich auf den Grundstein Jesu und seines freimachenden Erlösungswerkes.

2. Erwählt Opfer zu bringen
Durch die Annahme Seines Opfers im Glauben zu unserer Befreiung, haben wir Gottes unaussprechliche Barmherzigkeit durch die Neugeburt von Oben erfahren.
Diese Erfahrung macht uns zu lebendigen Steinen von Gottes Haus und zu Priestern mit der Berufung ein „Haus des Opferns“ zu sein.
Wir Christen als Gemeinde und als Einzelne sind nun ebenfalls erwählt, Gottes Tempel zu sein, der aus lebendigen Steinen (uns) besteht. Gleichzeitig sind wir dort Seine Priester..
Wir sollen uns als Priester „auf-bzw. auferbauen lassen“, „damit wir Gott Opfer darbringen können, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus (= Sein Opfer) gründen.“ (1.Petr 2,5). Opfer die in Gerechtigkeit dargebracht werden (Mal 3,3).

Bevor wir uns ein paar Bsp. von Opfern anschauen, die der Hl.Geist in und durch uns wirken will; werfen wir nochmals einen Blick auf die Grundlage unseres Opferns, Gottes erfahrene Barmherzigkeit, die eine Antwort erwartet.

„Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf. 2 Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“ Rö 12,1-3

Wenn wir Gottes Erbarmen erkannt haben, in der Opferung Seines geliebten Sohnes, dann ist unsere angemessene Antwort darauf, dass wir Ihm mit unserem ganzen Leben zur Verfügung stehen, und wir uns IHM als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringen.

Bsp.: Verfolgte Christen erleben das ganz drastisch...

Für uns alle bedeutet es, den Hl.G. seine Werke (durch Wot und Taten) tun zu lassen bzw. aktiv als Seine Co-Worker und Junior-Partner zu kooperieren, täglich, iim Kleinen wie im Großen.

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