#1 „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ – Markus 9,24 von McMichael 31.12.2019 10:09

avatar

E. Diese Jahreslosung 2020 ist einer interessanten Geschichte entnommen, die uns gleich mehrfach herausfordert. Wir lesen sie zunächst

lese Mk 9,14-29 NGÜ

Ich konzentriere mich heute auf das Thema Glaube/Unglaube.
Die Jünger waren wieder einmal im Einsatz das Reich Gottes zu demonstrieren.
Jesus hatte sie beauftragt und bevollmächtigt in Seinem Namen das gleiche zu tun, was Er tat. Verkündigung, Krankenheilung, Dämonen austreiben.
Und vielerorts „funktionierte“ es auch (Luk 10,20).
Es ist das „Kerngeschäft“ im Reich Gottes.
Bill Johnson auf die Frage nach der persönlichen Berufung...
Aber in unserer Geschichte bleiben die Jünger erfolglos. „Ich habe deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, doch sie konnten es nicht.« sagt der Vater zu Jesus. (V.18b).
Jesu Antwort offenbart eine (!) erste Wahrheit, warum der Glaube der Jünger dieses Mal ergebnislos blieb.

1. Es herrschte eine Atmosphäre des Unglaubens
...die für mich mit den Anwesenden zusammenhängt.
Denn Jesus ruft aus: „»Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation!«, »Wie lange soll ich noch bei euch sein? Wie lange soll ich euch noch ertragen?“ V.19
Jesus selbst hatte es in Galiläa erlebt, wo er aufgrund des Unglaubens der dortigen Bewohner kaum ein Wunder wirken konnte. Sie kannten Jesus dort als Teil der natürlichen Familie, Sohn des Zimmermanns. Ihnen fehlt die Offenbarung, wer Jesus im Übernatürlichen war, nämlich der Gesalbte und nahmen Anstoß an ihm. (Matth 13,53,58).
Bsp.: R.Bonnkes Dienst in Afrika im Vgl. zu Deutschland.
Nicht den Jüngern fehlte der Glaube. Später sagt Jesus ihn, warum sie dämonische Gattung nicht austreiben konnten. V.29: „Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet und Fasten.“

2. Wie aus Unglaube Glaube wird
Nach dem erfolglosen Versuch der Jünger bei der Befreiung seines Sohnes wendet sich der Vater an Jesus: „Aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich. Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!“ V.22-24

Der Vater begriff wohl in dem Moment, dass er Teil der Generation des Unglaubens war und er erkennt die Wahrheit über die Macht des Glaubenden, sowie wie Jesus es lehrte. Im Licht dessen erkennt er, „ja, ich glaube, dass dem Glaubenden alles möglich ist, aber ich gehöre leider nicht zu ihnen, darum „Hilf meinem Unglauben“ -“Hilf mir heraus aus meinem Unglauben.“

Ich glaube, dass wir heute auch unter einer ungläubigen Generation und Gesellschaft leben, gerade in Deutschland, im s.g. „aufgeklärtem Europa“ oder „dem Westen“. Auch als Gemeinde sind wir davon beeinflusst, gerade wenn sich trotz Gebets-und Fürbittedienst so wenig tut und wir allzuoft wie die Jünger damals sagen müssen, „wir konnten es nicht!“
Ja, wir glauben, ...dass dem Glaubenden alles möglich ist. Wir wissen um die Verheißung, dass Zeichen denen folgen, die glauben: Dämonenaustreibung in Jesu Namen, den Kranken werden sie die Hände auflegen und sie werden sich wohl befinden usw. (Mk 16,17f).

Trotzdem kann ich mich mit dem Vater identifizieren. Ich glaube das alles, an die Lehre des Glaubens. Aber Jesus , hilf meinem Unglauben!“
Und Jesus kann und ER will. Er tut es nicht durch die Vermehrung unseres Glaubens. Eine diesbezügliche Bitte der Jünger beantwortet Jesus klar:
„Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.„ Luk 17,6

Ich glaube , dass Jesus unsere Bitte unserem Unglauben zu helfen, um ihn in Senfkornglauben zu verwandeln, vielmehr anders begegnet.
Ich glaube, dass er uns durch den Hl.Geist eine tiefe Innenoffenbarung der Wahrheit geben wird, welche Kraft und Autorität Jesus wirklich hat und in dem Namen steckt, den er uns gegeben hat,um in ihm zu handeln.
Der Hauptmann von Kapernaum hatte diese Offenbarung und deshalb hatte er Glauben.

„Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin!, und er geht; und zu einem anderen: Komm!, und er kommt; und zu meinem Knecht: Tu dies!, und er tut es. Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ Matth 8,6ff

Es braucht eine Offenbarung, wie Petrus sie über die wahre Identität Jesu empfangen hatte (Mtth 16,17), und die sie sich immer tiefer ins uns verwurzelt, ob wir nun immer „erfolgreich sind“ oder nicht.

Darum geht es in einem gut Teil der Apostolischen Gebete; z.B. Eph 1,17ff;3,16ff
Und darum dürfen wir bitten.

Durch den Geist empfangen wir dann immer mehr Offenbarung darüber, was uns Gott bereitet und verheißen hat, wer ER ist und wir durch ihn, was unsere Berufung ist uvm.. Das setzt den Glauben frei und wirkt bei Anwendung (!) entsprechende Erfahrung. Wenn die bei einzelnen Diensten ausbleibt, dürfen wir wie damals die Jünger Jesus fragen: „Warum haben wir ihn nicht austreiben/heilen/helfen können?“ Und ER wird uns die entsprechende Antwort geben.

Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz