#1 Wachsames Warten ist tätiges Warten von McMichael 17.12.2019 11:17

avatar

E. Vor zwei Wochen hörten wir von Simeon und Hanna, und wie sie uns Vorbilder sind für erwartungsvolles Warten, das schließlich belohnt wird.
Heute schauen wir uns einen anderen Aspekt des Wartens an, der auch zum Advent gehört, nämlich das tätige Warten. "Der König kommt!"

»Seid also wachsam!«, ´schloss Jesus.` »Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde im Voraus.« »Es ist wie bei einem Mann, der vorhatte, in ein anderes Land zu reisen. Er rief seine Diener zu sich und vertraute ihnen sein Vermögen an. Einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei und wieder einem anderen eines – jedem seinen Fähigkeiten entsprechend. Dann reiste er ab.“ Matth 25,13ff
„Er sagte: »Ein Mann aus vornehmer Familie reiste in ein fernes Land, um sich dort zum König über sein eigenes Land einsetzen zu lassen und dann zurückzukehren. Vor der Abreise rief er zehn seiner Diener zu sich und gab ihnen Geld, jedem ein Pfund. ›Arbeitet damit, bis ich wiederkomme!‹, sagte er.“ Luk 19,12f


Jesus gab uns einen Auftrag, bevor er zurück in den Himmel ging, für die Zeit bis er wiederkommen würde (Apg 1). Er stattete uns mit seinem Vermögen aus, damit sollten sie arbeiten. Er hat die Erwartung, dass wir das Empfangene einsetzen und wir werden Rechenschaft ablegen, um die entsprechende Belohnung zu empfangen.

1. Was uns bei Jesu Rückkehr erwartet...

In den Gleichnissen..bedeute treue Verwaltung den Einsatz des Anvertrauten und dementsprechend ist die Belohnung. Im Kor Brief wird deutlicher, dass noch mehr beurteilt wird als die Werke, und Resultate, sondern auch die dahinterstehenden Motive.

„Denn wir müssen alle vor dem Gnadenthron (Richterstuhl) Christi erscheinen und offenbar werden, sodass jeder von euch seinen Lohn für das empfängt, was ihm gemäß den guten oder bösen Taten zusteht, die er durch seinen Leib getan hat, wobei berücksichtigt wird, was seine Ziele und Absichten waren, was er erreicht hat, womit er seine Zeit verbracht hat und für welche Dinge er sich eingesetzt hat.“ 2.Kor 5,10 AMP (vgl. auch 1.Kor 4,5;Eph 6,8;Rö 14,10).


Vor dem Gnadenthron Christi geht es nicht darum, wo wir die Ewigkeit verbringen, sondern wie.
Der Ausblick auf dieses Ziel, soll uns nicht in Angst und Schrecken versetzen, wohl aber zur geistlichen Achtsamkeit führen, nämlich als Weise zu wandeln, nicht als Unweise, indem wir jeden Tag weidlich ausnützen, um für Gottes Absichten zu leben (Eph 5,15f).

Dazu aber brauchen wir die Gnade

2. Wie wir Jesu Erwartungen nachkommen...

Paulus: „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.“ 1.Kor 15,10
Das Ziel der empfangenen Gnade ist, dass sie eine Wirkung auf unser Leben hat, sonst wäre sie vergeblich empfangen worden. Paulus war aktiv und tätig geworden, er setzte alles ein, um unter allen auch widrigen Umständen, das Evangelium zu verbreiten, bis an die Enden der Erde, um Menschen zu Jüngern zu machen. Dabei arbeitete er mehr als andere, nicht aber er, sondern Gottes Gnade.
Was an dieser Stelle mit Gnade gemeint ist?
Der Begriff ist ja sehr reich an Bedeutungen. Folgende Def. von STRONG scheint mir hier am Besten zu passen: „Die Gnade ist der göttliche Einfluss über einem Herzen, der sich dann im Leben widerspiegelt.“
Der Einfluss der Gnadenoffenbarung, die Paulus predigte, war so stark über seinem Herzen, dass er sich in der Einsatzfreude für Jesus und sein Reich widerspiegelte.
Nun schauen wir uns noch eine Bibelstelle an, die uns deutlich macht, wie wir eine Multiplikation von Gnade in unserem Leben erleben können, den die brauchen wir ebenso wie Paulus, um Jesu Erwartungen zu erfüllen und wachsam zu warten.
„Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil/über euch ausgegossen/euch multipliziert werden, in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn!
...dass ihr Gott und unseren Herrn Jesus immer besser kennen lernt“ NGÜ 2.Petr 1,2


Je mehr ich den Vater und Jesus als den Herrn durch intime Gemeinschaft kennenlerne, z.B. anhand seiner Namen, seinem Wort, je mehr Einfluss nimmt die Gnade auf unser Herz und bewegt uns zum Einsatz. Dabei wirkt auch der Hl.Geist auf unser Inneres ein, um jede notwendige Veränderung vorzunehmen, damit wir eine gute Beurteilung empfangen: Motivation, verborgene Ziele, Freude und Weisheit zur Zeitgestaltung usw.
Kommen wir zurück zu unseren Gleichnissen, dem was Jesus uns anvertraut hat und über dessen Umgang wir einmal Rechenschaft ablegen werden.

Das Gleichnis von den Talenten erinnert uns, dass nicht alle Gläubigen gleich berufen und begabt worden sind. Jeder erhielt Talente „nach seiner eigenen Fähigkeit“ (Mtth 25,15). Hier geht es meines Erachtens um die Ebene unserer Berufung und Begabung und um unseren Einflussgrad.
Aber auch diese Fähigkeiten haben wir ja von Gott bekommen (1.Kor 4,7).
Doch wir können sie auch verschwenden, wie uns der dritte Knecht deutlich macht. Er hatte Gnadenmangel, weil er seinen Herrn nicht kannte und handelte darum, aus Angst Fehler zu machen, nicht mit seinen empfangenen Talenten.
Im Gegensatz zu.: Paulus und Jakobus, oder der in der letzten Woche heimgegange Reinhard Bonnke....um nur ein paar Bsp. zu nennen.

Das Gleichnis von den Pfunden zeigt einen anderen Aspekt. Das Pfund/Mine scheint mir weniger das indivduell unterschiedliche Maß unsere Berufung und Gaben zu verkörpern, sondern das was jeder gleich bekommen hat: unseren Basisglauben, die Liebe, die durch den Hl.G. ausgegossen ist und die geistlichen Segnungen, die wir in Christus haben (Eph 1,3).
Durch den Glauben eignen wir uns die Segnungen an und indem wir sie im Glauben investieren und einsetzen vermehren sie sich. Sorgfalt und Eifer sollen uns dabei bestimmen; aber eben durch die Gnade, die wir arbeiten lassen, indem wir immer mehr IHN erkennen...
„Ich habe entdeckt, das ich umso effektiver arbeiten kann, je inniger ich Gott kenne.“ John Bevere

Je mehr wir geben, säen je größer wird die Ernte unserer Gerechtigkeit sein und damit unsere ewige Belohung. Ob es Geld oder Gebete oder das Wort ist, dass wir unter der Leitung des Hl.G. aussäen.

Und das willig und aus Gehorsam heraus (Jes 1,19; Schlachter).
„Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gute des Landes essen;“
Denn es werden eben neben den Werken auch unsere Bewegründe und unsere Herzenhaltung beurteilt.
Was bewegt dich im Dienst für ihn, egal ob in deiner Berufung oder der Einsatz dessen, was jeder hat?
Auch da wirkt die Gnade, besonders wie wir gelernt haben durch die Gnadengabe des Sprachengebets. Je mehr du betest, je mehr Licht empfängst du und je mehr Reinigung geschieht.

Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz