#1 Wenn Gott gegenwärtig ist ...2.Mos 17,1.7 von McMichael 08.10.2019 09:49

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E. Schon wieder dachte ich, als ich zu einem Vers in der folgenden Geschichte geführt wurde. Erst dacht ich, dass mich mich verhört hatte und wollte nochmals ein Ohr machen, doch dann merkte ich, dass der Hl.G. mir etwas Spez. zeigen wollte. Das will ich heute mit euch teilen.

"Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässt? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen. Der HERR sprach zu ihm: Geh vor dem Volk her und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel. Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht? 2.Mos 17,1-7

1. Alles richtig gemacht und doch Mangel und Enttäuschung
"Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.“ V.1

Wenn wir Mangel erleben, haben wir oft einen Reflex, dafür bei uns den Fehler zu suchen.
War ich ungehorsam? Hatte ich nicht genug Glaube? Oder? Denn wenn ich alles richtig gemacht hätte, ginge es mir gut, und ich hätte keinen Mangel, so der Kurzschluss.
Die Gemeinde damals hatte zu diesem Zeitpunkt alles richtig gemacht. Auf Befehl des Herrn waren sie aufgebrochen und unter der Führung der Wolkensäule tagsüber und nachts durch die Feuersäule waren sie in Refidim gelandet. Der Name bedeutet Quelle. Und an der Quelle hatten sie nun nichts zu trinken und erlebten Mangel und Not. Und dass obwohl der Herr mit seiner manifesten Gegenwart unter ihnen war.

Bsp.: Zu kommst zu ner Heilungskonferenz...du erhältst eine Prophetie. Du hattest ein bes.Gespräch
Du bist dahin aufgebrochen mit großen Erwartungen...landest an deiner Quelle....aber du gehst leer aus.
Bob Mains Führung nach Mallorca zu ziehen und dann geschah erstmal nichts - für Monate...

2. Mangel und Enttäuschung - alles falsch gemacht
Israel erlebte den Mangel nicht nur hier...Mangel an Sieg über die Feinde, Mangel an Nahrung, Mangel an Sicherheit, andere Widrigkeiten und immer gepaart mit Enttäuschung und Frust.
Und zumeist reagierten sie falsch und fleischlich.
Gott wird versucht/auf die Probe gestellt, gegen Mose gemurrt. Aus 1.Kor 10 erfahren wir weitere Varianten: Böses Verlangen, Götzendienst (auch Vertrauen auf eigene Kraft oder auf andere Menschen Jer 17,5, Widerspenstigkeit 1.Sam15,23), Hurerei, Gott wurde herausgefordert, sich gegen ihn aufgelehnt, und ihm Vorwürfe gemacht.
Einmal bewahrheitet sich 5.Mos 8,2 Es soll offenbar werden, was in den Herzen ist…

3. Mangel und Enttäuschung - was wir richtig machen können:
Kommen wir zur Kernfrage und wie wir richtig mit dem Mangel umgehen.
"Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht?" V.7

Nochmal - der Herr war in einzigartiger wunderbarer Weise in ihrer Mitte. Wolken, Feuersäule, Wenn Mose aus der Stiftshütte kam, leuchtete sein Angesicht. Und auf dem Weg hatte Gott es ihnen vielfach bewiesen. Angefangen von Ägypten, über die Teilung des Meeres usw.
Und doch hatten sie nicht die Glaubensüberzeugung und auch nicht die Gottesfurcht, die sie hätte bewahren können...Beständig betrübten sie den Hl.Geist.


Wie können wir es besser machen?
a. Eine Warnung zuvor. Paulus weist uns auf das Versagen der Wüstengeneration hin, um uns zu warnen, und vor falscher Selbtsicherheit in Prüfungszeiten zu bewahren.
„Aus dem, was mit unseren Vorfahren geschah, sollen wir eine Lehre ziehen. Die Schrift berichtet davon, um uns zu warnen – uns, die wir am Ende der Zeit leben. Wer also meint, er stehe fest und sicher, der gebe Acht, dass er nicht zu Fall kommt.“ 1.Kor 10,11f NGÜ

Obwohl wir Christen eine neue Schöpfung sind, wir den Geist haben und wir dadurch den Herrn unserer Mitte haben – in der Mitte unseres Lebens und der Gemeinde, scheint es dennoch möglich zu sein, dass wir in Zeiten der Erprobungen durch falsche Entscheidungen zu Fall kommen können.
Es scheint also möglich zu sein, Seine Gegenwart mit allen Begleiterscheinungen wahrzunehmen,
und doch das Herz und Wesen Gottes nicht so zu kennen, wie es nötig ist um eine feste Glaubensüberzeugung zu haben, die auch in Zeiten der Erprobungen durch Mangel uns die richtigen Entscheidungen treffen läßt.

b. Was können wir tun?
Die Einladung bleibt, darin zu wachsen zu erkennen, wer ER ist. Gerne hilft der Hl.Geist indem ER es uns offenbart und uns an unserem Refidim dann erinnert.
ER ist unser Abba Vater, das mit dem Herzen immer mehr zu erkennen und anzunehmen, wirkt der Hl.G. (Gal 4,6;Rö 15f). Vor allem geschieht dies, indem wir auf Jesus schauen...
ER ist der gute Hirte...freundlich und zärtlich, geduldig und von großer Güte, gerne bereit zu helfen.
ER ist treu, steht zu seinen Verheißungen dich nicht zu vergessen oder zu versäumen.
Voller Barmherzigkeit steht er deinem Mangel nicht gleichgültig gegenüber.
Jesus ist der Fels in deinem Leben Dein Leben ist gegründet, auf der Offenbarung die dir zuteil wurde, wer Jesus ist: Retter – umfassend aus allen Bereichen des Mangels. Auf diesem Fels ist dein Leben gegründet
Aber auch zu erkennen, wer du bist, ist dazu wichtig. Er ist der Fels und du bist mit ihm verbunden.
Du bist in IHM und ER ist es in dir.

c. Wer das erkannt hat, wird nicht in fleischliche Verhaltensweisen abirren, sondern Zuflucht nehmen in Seinem Heiligtum sich in IHM stärken – wie David es tat und den Gnadenthron ansteuern:
„Wir wollen also voll Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten, damit er uns sein Erbarmen schenkt und uns seine Gnade erfahren lässt und wir zur rechten Zeit die Hilfe bekommen, die wir brauchen.“ 1.Kor 4,16
Jesus hat es versprochen: „alles, worum ihr dann (wenn ich zum Vater zurückgekehrt bin und ihr den Geist erhalten habt) in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart wird. Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet, werde ich es tun.« Joh 14,13f (vgl. auch Joh 15,7.16;16,23;11,22)
Vom Vater kommt Gutes, daß was wir brauchen (Mt 7,11), manchmal auch als perfekte Erziehung.
Wenn wir erkannt haben, wer ER ist und wer wir in ihm sind, werden wir glauben, dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen (Hebr 11,6).

„Wenn wir im Glauben leben, kann Gott wunderbare Dinge für uns und durch uns tun. Glaube bedeutet, dass wir uns mit allem, was unsere Person ausmacht, auf Gott verlassen und absolutes Vertrauen in seine Kraft, seine Weisheit und Güte haben. Wir können in kindlichem Glauben ...darauf vertrauen, dass er tut, was er uns verheißen hat.“ Joyce Meyer

d. ein Trostwort zum Schluss für alle "Ungeduldigen" und derzeit Betroffenen:
„Wir alle erleben Zeiten von Prüfungen, dies ist normal für jedes menschliche Wesen. Aber Gott wird sich als vertrauenswürdig für dich erweisen. Er wird den Schwierigkeitsgrad, die Art und die Zeit für jeden Test oder Bedrängnis denen ihr begegnet überprüfen und filtern, sodass ihr es tragen könnt. Und jeder Test ist eine Möglichkeit Ihm mehr zu vertrauen, denn mit jeder Bedrängnis hat Gott für einen Rettungsweg gesorgt, der euch siegreich herausbringt.“ 1.Kor 10,13 PT

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