#1 Wen da dürstet der trinke von mir... von McMichael 03.09.2019 10:57

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"Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässt? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen. Der HERR sprach zu ihm: Geh vor dem Volk her und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel. Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht? 2.Mos 17,1-7

An jedem Tag des Laubhüttenfestes wurde im Rahmen einer fröhlichen Prozession von den Priestern Wasser in einem goldenen Krug vom Teich Siloah in den Tempel gebracht und dazu Jes 12,3 zitiert: „Ihr werdet mit (triumphierender) Freuden Wasser schöpfen/ausgiebig trinken aus den Brunnen des Heils.“
Die unguten Umstände unter denen diese übernatürliche Wasserversorung stattfand wurden vermutlich ausgeblendet. Kurz es ging um das Wasser aus dem Felsen, auch zur Zeit Jesu.

Bei dem Fest wurde das Wasser als ein Opfer für Gott auf den Altar ausgegossen, während das Volk jubelte und sang. Und da passierte es:
„Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!Wer an mich glaubt, von dessen Leib/Innersten Sein werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers hervorbrechen/ fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten (und darauf vorbereitet wurden PT), die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da (war noch nicht über ihnen ausgegossen worden PT s. Apg 2,33); denn Jesus war noch nicht verherrlicht (vollständig in seiner Herrlichkeit enthüllt PT) Joh 7,37-39

Wer Durst hat, komme zur mir und trinke.
So lud er die Juden in einer seiner Predigten ein: „Wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht (betrachtet,intensiv erkennt,wahrnimmt, spürt STRONG) und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Joh 6,35.40
Ein anderes Mal in einem Gespräch mit einer Samariterin sagt er: "Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser. Wer von diesem Wasser (aus dem natürlichen Brunnen) trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt." Joh 4,10.13b.14

Derselbe Fels, der das Volk in der Wüste zweimal übernatürlich mit Wasser versorgte, nämlich Jesus Christus (1.Kor 10,4). Derselbe Fels und die übernatürliche Wasserversorung die beim jüd. Laubhüttenfest gefeiert wurde ist Jesus Christus. Und er sagt: Trinkt von mir, und euer Durst nach ewigem Leben, der in jedem Menschen ist (Pred 3,11), egal ob Jude oder Heide, und oft merkwürdige religiöse Blüten treibt, ist stillbar durch den Glauben an mich. Das ist der erste Durst der endgültig gestillt wird.
Aber auch den Durst nach Stillung unserer tiefen Lebensbedürfnisse („deep needs“), wie wir sie bei der Samariterin finden, die schon fünfmal verheiratet war und jetzt mit ihrem Lebenspartner ohne Trauschein zusammenlebte, sollen durch Jesu Lebenwassser und lebensverändernde Offenbarung gestillt werden.
„Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, wer mich aufnimmt und meinen Namen glaubt, die erhalten das Recht/die Vollmacht Gottes Kinder zu werden. Sie werden es weder aufgrund ihrer Abstammung noch durch menschliches Wollen, noch durch den Entschluss eines Mannes; sie sind aus Gott geboren worden ( Joh 1,12f).

Dieses Wasser, mit dem uns Jesus stillt, ist die Offenbarung und Enthüllung dessen wer er ist, nämlich der Sohn Gottes, der vom Vater gesandt wurde. Bsp.: Petrus
Zusammen mit dem Hl.G. empfangen wir die Gewissheit, Kinder Gottes, und dadurch Söhne und Erben zu sein (Rö 8,16f), das ist unsere Identität.
Zusammengenommen ist das die Botschaft des Evg.
Diese Offenbarung wird in uns (!) zu einer Quelle des Wassers. Nicht wir (!) werden zur Quelle, sondern diese Offenbarung wird für uns den Glaubenden zur Quelle der Rettung und des ewigen Lebens. Daran erinnert uns der Heilige Geist. Die Gemeinschaft mit IHM, das Erfülltsein mit IHM ist der Durstlöcher schlechthin und bewahrt uns davor unsere Stillung wo anders zu suchen.
Am Brackwasser von Sünden, dem Ausleben fleischlicher Begierden, eigenen religiösen Zisternen, oder beständig neuen christlichen Lehren und Kicks, die sich als Durstlöscher anbieten; aber die allesamt unseren Durst nach Leben auch dem Spirituellen nicht stillen.

Aber wir hören nicht mit Trinken auf, unser Geist bleibt durstig nach der Offenbarung von Geheimnissen des Reiches Gottes (Eph 1,17ff, 3,18ff). Aber unser Trinken erfolgt am Ort wo wir zur Ruhe gekommen sind. Wir trinken als von der Liebe Gottes Gestillte von den „Wassern des Ruheortes“(Ps 23,2 PT).
Auch unsere Seele bleibt durstig nämlich nach IHM und Seiner Gegenwart, nach inniger Gemeinschaft mit IHM (David...Ps 42,1f: Mich verlangt es von dir zu trinken – von den Strömen der Freude (Behagen,Genuss,Vergnügens), die aus deiner Gegenwart fließen. Mein Verlangen überwältigt mich nach mehr von dir! Meine Seele dürstet, hechelt und verlangt nach dem lebendigen Gott. Ich möchte kommen und dein Angesicht sehen. PT
Ps 63,2 Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land ohne Wasser.
Wir bleiben durstig, nach mehr von den Auswirkungen Seiner Gegenwart für uns (Friede, Freude, Leitung, Zwiesprache usw.) aber auch dass Gott sich in seiner Gemeinde und den Nationen mächtig erweist (Ps 77). Es ist der Durst nach Gottes Herrlichkeit in Kraft zu sehen für die Welt.

Fazit:
a. Lasst uns dankbar sein, das wir von Jesus dem Fels getrunken haben. Sein Trank hat uns durch den Glauben ewiges Leben, Kindschaft, Sohn-und Erbschaft geschenkt. Er ist gekommen jeden Durst zu stillen.

b. Lasst uns durstig bleiben und diesen Durst im Gebet und durch gesunde Erinnerungen an unser geistliches Erbe kultivieren. Es gibt MEHR von IHM in und dann durch uns.

c. Lasst uns beständig trinken in Seinem Heiligtum von Seiner Gegenwart und von Seinen Offenbarungen, die uns im Frieden halten (Ps 73).

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