#1 Gute Neuigkeiten - Jer 29,11-14 von McMichael 15.11.2018 12:50

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E. Die Situation war nicht angenehm. Einst hatten sie zur Elite in Israel gehört, wirtschaftlich, politisch und geistlich – die Propheten und Priester am Tempel. Und dann waren sie alle als Erste in der Gefangenschaft in Babylon gelandet.
Warum zeigt Zeph. , der zeitlich geringfügig vor Jer und zur Zeit des "Reformators" Josia wirkte:
Zeph 3,3f "Ihre Obersten in ihrer Mitte sind brüllende Löwen, ihre Richter sind Wölfe am Abend, die nichts für den Morgen übriglassen. Ihre Propheten sind leichtfertig, treulose Männer; ihre Priester entweihen das Heiligtum, tun dem Gesetz Gewalt an."

Die Mehrheit des Volkes, unter ihnen der Prophet Jeremia, befand sich noch in Israel, Jerusalem und der Tempel standen noch.
Wie gerne hörten diese Gefangenen die Botschaft der falschen Propheten, "nur noch zwei Jahre, dann erfolgt eure Freilassung und Rückführung", ohne Busse. „Der Durchbruch steht bevor, bald ist es soweit, seid auf dem Sprung....!“
Dem erwidert Gott durch den echten Propheten Jeremia, „Nein, richtet euch dort ein und sucht den Frieden und das Beste für den Ort eurer Gefangenlschaft (Jer 29,5-8).“
"Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe." V.10
Gott hatte andere Pläne für Babel, und an denen, mussten die Gefangenen teilhaben.
Ja, sie würden am Ort der Gefangenschaft sterben müssen, aber nicht ohne Gnade.
Und nun kommen die echten guten Neuigkeiten für die Deportierten.
"Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken/Pläne über euch habe, spricht der HERR: Gedanken/Pläne des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden...“ V.11-14
Und genauso ist es passiert...

Nun aber zu uns – ich empfand dieses Wort als ein aktuelles Wort an uns und zwar in mehrfacher Hinsicht.

1. Gottes grundsätzliches Wort im Evangelium.
Die siebzig Jahre in der Prophetie Jeremias erfüllte sich buchstäblich durch das Edikt von Cyrus und der Heimkehr unter Esra und Nehemia.
Heilsgeschichtlich erfüllt sie sich für Israel und die Heiden mit Jesus. Jesus kommt als Retter und sein Werk der Erlösung durch Kreuz und Auferstehung beendet jedwede Gefangenschaft und Fremdherrschaft.
„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, auf dass er die, die unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.“ Gal 4,4-7
„ER hat uns vollständig von der tyrannischen Herrschaft der Finsternis, heraus aus ihrer Kontrolle/Autorität und Dominanz gerettet und uns in den Bereich des Königreichs senies geliebten Sohnes versetzt.“ Kol 1,13 PT und AMP

Wir die wir an Jesus glauben, haben Zukunft – das Geschenk des ewigen Lebens (der unser Leben vom Verderben erlöst hat) und damit eine lebendige Hoffnung. Durch Jesus haben wir Frieden mit Gott, das ist die wichtigste Bedeutung. Aber Frieden beinhaltet eben auch Wohlstand, Wohlbefinden, den Zustand des inneren Friedens, Gesundheit und Sicherheit. Darum:
„Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohlgeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlgeht.“ 3.Joh 1

2. Gottes aktuelles Wort für dich persönlich und zu uns als Gemeinde
Worin fühlst du dich gefangen? Worin wir uns als Gemeinde? Frust, Hoffnungslosigkeit, Entmutigung, Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, Angst, Trauer usw.
Sein Wort an dich und uns:
"Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken/Pläne über euch habe, spricht der HERR: Gedanken/Pläne des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. “ V.11

Das sind Gottes Pläne, Absichten und Gedanken für und über uns. Sie entspringen seiner liebevollen Grundhaltung. Gott ist nicht sauer!
WEIL das so ist, hören wir den zweiten Teil unseres Wortes, V.12, nicht als Bedingung oder zu erbringende Leistung, sondern als Einladung und als Verheißung und Folge, für die, die Gottes Herz erkannt haben.

3. Gottes grundsätzliche und aktuelle Einladung:
„Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden...“ V.12-14

Es geht um eine Suche und ein Streben nach Gott, das ein level von Intensität beinhaltet, das uber das normale Gebet hinaus geht. Der Ausdruck "mit deinem ganzen Herzen" drückt eine verzweifelte Ernsthaftigkeit aus. Der Begriff "suchen" hebr darash, bedeutet "nachfolgen" oder jemanden dicht auf den Fersen sein; es beinhaltet auch den sorgfältigen und fleißigen Prozess des Suchens.

Zeph 3, 2a "Sucht den HERRN, alle ihr Demütigen des Landes, die ihr sein Recht getan habt, sucht Gerechtigkeit, sucht Demut!"


„Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen! Lu Bewege dein Herz, näher und näher zu Gott, und er wird auch näher zu euch kommen.“Jak 4,8 PT

Ruft mich an, lobt mich, dankt mir, betet zu mir, mit allen Arten des Gebets, sucht mich auf im Heiligtum- allein und gemeinsam! Kommt zusammen zum gemeisamen Gebet! Fragt nach meinen Prioritäten für euer Leben, nach meinen Lösungen und Wegweisungen für eure Situation in der ihr festzustecken scheint! Schüttet eure Herzen aus, eure Sorgen, Klagen und den Frust eures Lebens, spricht der Herr!

Dies kann nur im Vertrauen geschehen.
„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“ Hebr 11,6

Der Glaube macht die guten Gedanken und Pläne, die Gott über dich und für dich hat sichtbar und lässt sie zu Erfahrungen werden.
Wenn du Gott nahst musst du wissen, wer und wie ER ist. Allmächtig und voller Liebe. Der Papa der alles kann und seine Versprechen hält. ER hat dir seine „Kreditkarte“ gegeben, du hast die Vollmacht seines Namens. Suchen wir Gott auf in Seinem Heiligtum und bleiben wir in Seiner Nähe.

Das glaubensvolle Gebet, der im Gebet angewandte Glaube, läßt Gottes Wille für dich uns uns in Existenz kommen und zwar nach 70 Jahren = „wenn die Zeit für dich und andere erfüllt ist.“

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