#1 Alles was zählt - 2.Joh 1,6 von McMichael 25.09.2018 10:55

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„Dies ist das Gebot, das ihr von Anfang an gehört habt, dass ihr fortfahrt in der Liebe zu wandeln (durch geleitet und ihr folgend).“ 2.Joh 1,6 AMP

Die letzten Wochen habe ich wieder einmal die Johannesbriefe gelesen. Sein Haupthema ist das Gott Liebe ist, ER uns liebt und wir IHN lieben sollen indem wir uns gegenseitig Liebe. Dabei geht es um die Agape Liebe.
Sie ist das Wichtigste s. 1.Kor 13, s.a. Bob Jones und die notwendige Voraussetzung, damit Gott dass Große tun kann, Erweckung usw. Bsp. Dave Roberson
Er bringt im letzten Kap. seines Buches die Unterscheidung zur „phileo“- Liebe gut auf den Punkt.
„Die Phileo hat die eigenen Interessen, wie die des geliebten Menschen gleichermaßen im Blick. Es ist eine Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, die sagt: „Ich kann dich lieben, wenn du mir irgendwie Freude bereitest.“ Oder „ich werde dich lieben, aber ich will, dass du mir dafür etwas zurückgibst.“ Agape aber verleugnet sich selbst. Sie hat allein die Interessen und das Wohlbefinden des Geliebten im Sinn.“ D.R. „Wandel im Geist...“ S.378

Was Selbstverleugnung nicht bedeutet ist die Selbstaufgabe meiner Persönlichkeit, wie Gott mich gemacht hat.
Das „Selbst“ ist vielmehr das ichbezogene alte Selbst. „Ich, meiner, mir, mich...“ Was habe ich davon, wenn ich dies oder jenes tue etc.
Bei Jesus finden wir die Agapeliebe in Aktion - von Anfang bis zum Ende am Kreuz.

„Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`.“ Phil 2,7f

Was das für unser Miteiander bedeutet, wie sich Agape-Liebe da ausdrückt, erfahren wir in den vorangehenden Versen:
„Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen? Es ist euch wichtig, euch gegenseitig mit seiner Liebe zu trösten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgefühl und Erbarmen entgegenzubringen?
Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen! Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus.
Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst.
Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl.
Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.“ V.1-5 NG
Ü

Zwar ist diese Liebe in unsere Herzen durch den Hl.Geist ausgegossen (Rö 8), aber darin zu leben und von dieser göttlichen Ressource unser Tun, Reden und Denken bestimmen zu lassen, ist eine herausfordernde Aufgabe. Dave R. interpretiert dazu 1.Kor 12,31 so:
„Ich will euch einen Weg weit darüber hinaus zeigen. Wenn ihr euch viele Probleme ersparen wollt, dann müsst ihr mit allem was in euch ist, Agape-Liebe begehren, genauso, wie ihr um die größten Gnadengaben eifert.“ S.384

Dazu legt er uns das Sprachengebet ans Herz. Um Schritt für Schritt in der Agape zu wachsen. Die innere Auferbaung durch den Geist läßt den „Agapesamen“ wachsen. Der Hl.Geist reinigt uns, damit die Liebe Gottes in uns vollendet wird, und bis der tiefe innere Friede Gottes uns immer mehr in unserem Miteiander bestimmt. Dave R. nennt das einen Prozess und den Frieden „eine agressive Waffe gegen den Feind“.
„Ein Voranschreiten durch die Erbauung in Sprachen, das uns an einen Ort im Geist bringt, wo wir schließlich stark genung sind, uns der Agape-Liebe vollkommen hinzugeben.“ S.389
Ich glaube, dass wir als Gemeinde mitten in diesem Prozess stehen.
Durch das vermehrte Beten im Hl.Geist - gemeinsam und allein - bringt der Hl.Geist Offenbarung, aber eben auch die notwendige Reinigung, die erforderlich ist, um in der Agape-Liebe zu wandeln. Das müssen wir zunächst gar nicht erkennen und es zeigt sich auch nicht gleich in einem erneuerten Denken.

Bill Johnson dazu: „Offb erreicht häufig zuerst unser Herz, ehe wir diese mit dem Verstand erfassen können. Sie beginnt auf der Ebene des Geistes, nicht der Gedanken – wenngleich die Veränderung des Sinnes dabei immer ein Nebenprodukt ist.“

Das Beten göttlicher Geheimnisse im Hl.G. läßt die Leuchte in deinem Geist, heller und heller brennen; so werden deine dunklen Orte erleuchtet die Reinigung brauchen. Ich muss dann nicht auf eine Prüfung oder Anfechtung warten, die das auch bewirkt (1.Petr 5,6ff). Die Inhalte der Offb sind ganz unterschiedlich:

a. Da zeigt dir der Hl.G. liebevoll und immer deutlicher, welche Familienmuster du in der Gemeinde auslebst, ohne das du es gewollt oder bemerkt hast.
Wie hast du dir Anerkennung und Zuwendung geholt. Wodurch wurdest du belohnt usw.
Bei mir waren es Pflichten die es zu erfüllen galt und den kleinen Bruder den ich mitzunehmen hatte, ob es mir passte oder nicht... Andere haben andere Verhaltensmuster und entstammen einem anderen System.
W.Margies hat sie in seinem Buch "Ausbrechen" detailliert aufgelistet: ...

b. Oder Gott schickt uns in die „dunkle Nacht dse liebenden Feuers“ um uns zu befreien.
Johannes vom Kreuz fasst die sieben schlimmsten geistlichen Fehlhaltungen zusammen, von denen „Anfänger“ im Glauben gereinigt werden müssen (Stolz, Habgier, Luxus, Zorn, Geistl. Genusssucht, Geistlicher Neid, Trägheit - „Glaubensriesen...S.139f)
„Doch Gott fördert nicht nur unsere Erkenntnis diese Sünden, die den geistlichen Tod zur Folge haben, er reinigt auch unseren Willen. Und Gott gibt auch etwas Neues in unsere Seele. Auf geheimnisvolle Weise erfüllt er sie mit seiner Liebe und lässt uns an ihr teilhaben. Gott hält machtvoll bei uns Einzug, wenn wir diese Zeit der Dunkelheit geduldig und beharrlich durchleben. Die Versuchung, aufzugeben oder kehrtzumachen ist groß. Doch wenn wir im Gebet bleiben, auf seine Stimme hören, dann wird Gott etwas von sich selbst in unsere Persönlichkeit hineinlegen, das den Rest unserer Reise mit ihm prägen wird.“ P.Scazzero, S.140f – Jak 1,3f)

Ziel ist es, dieses Alte abzulegen um das Neue besser anzulegen, eben um in der Liebe zu wandeln, in geistlicher und emotionaler Reifer zu wachsen.

Gebet: „Gott der Gnade, reinige mich von all dem, was mich daran hindert in der Liebe zu wandeln! Wenn es sein muss, dass ich leide, bis ich das Problem erkenne, so macht es mir nichts aus. Denn ich möchte gestärkt gekräftig und gegründet sein. Ich möchte noch größere Wellen von Gottes Herrlichkeit erleben!“ D.R.

c. Aber der der Hl.G. zeigt dir auch, wer und wie du in deiner einzigartigen Art ge- und beschaffen bist, und welche Hüllen du gar nicht mehr brauchst. Du darfst dich annehmen lernen, was die Vorraussetzung ist, deinen Bruder und deine Schwester anzunehmen, in deren anderen Einzigartigkeit; z.B. was die Lebensprachen angeht.

d. Oder er zeigt dir, wer du in Christus bist, wie sehr du geliebt bist usw. Überwindung der Lügen

Immer geht es zuerst darum in der Liebe zu wachsen, zu Gott, zu dir selbst und deinem Nächsten und zwar indem du sie übst.
„Diese Liebe bedeutet, dass wir im Gehorsam leben gegenüber dem was Gott uns befiehlt.“ 2.Joh 1,6a PT

Folge den Impulsen des Hl.G. in den Situationen des Alltags, gerade wenn sie herausfordernd sind:
„Wie kann ich darin jetzt Liebe üben?“ Der Hl.G. wird dich motivieren, leiten und Gelingen geben.

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