#1 “Alles was ihr braucht! - Apg 20,32 - Teil 1 von McMichael 03.07.2018 11:01

avatar

E. Was würde ich euch heute predigen, wenn es mein letztes Mal in eurer Mitte wäre und ich die Gewissheit hätte, niemals mehr vor euch zu stehen und mit euch zu sein?
Letzte Worte haben oft ein besonders Gewicht und sind schwerwiegend. Paulus letzte geschriebene Worte an Tim z.B oder aber seine Worte bei der letzten Regionalkonferenz von geistlichen Leitern im Raum Ephesus. Drei Jahre hatte der Apostel intensivst (Tag und Nacht) unter ihnen gewirkt und sie als leitende Älteste mit eingesetzt. Das Schlusswort an sie schauen wir uns jetzt an-

„Und nun zu guter Letzt, befehle ich euch in Gottes Hände und vertraue euch dem Wort/Botschaft Seiner Gnade an, die alles ist was ihr braucht um stark zu werden. Alle Segnungen Gottes sind euch durch das Wort/die Botschaft Seiner Gnade verliehen/gewährt worden, die er bereitstellt als das geistliche Erbe, das all denen gegeben ist, die geheiligt sind und sich heiligen lassen.“ PT
AMP: „...ich befehle euch dem Wort seiner Gnade an (den Geboten, Ermutigungen und Verheißungen seiner unverdienten Gunst). Sie ist fähig euch aufzuerbauen/aufzubauen (oikodomeo) und euch euer rechtmäßiges Erbe zu geben.“ Apg 20,32


Das Wort oder die Botschaft der Gnade, wörtlich „Logos“ schien damals auszureichen, den Gläubigen und geistlicher Leitern, alles zu geben, was sie brauchten, um stark zu sein, sich aufzubauen und auf das geistliche Erbe, das Christus ihnen erworben hatte, zuzugreifen.
Und es waren damals schwierige Zeiten, wo dies überlebesnotwendig war.
Ja, Paulus wusste um den Ernst, als er sie warnt: „Ich weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her“ 29f

Auch falscher Trost ist ihm fern, wenn er feierlich erklärt: „Deshalb bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin vom Blut aller/ich kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, sollte jemand von euch (!) verloren gehen, denn mein Gewissen ist rein; denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. „ 26f

Wir haben viel von der auferbauenden Kraft des Sprachengebets gehört und das ist richtig. Heute geht es um die auferbauende, stärkende und schützende Kraft des „Wortes“ der Gnade (charisma).

Def.: Die Gnade ist die nicht verdienbare Zuwendung Gottes.
Sie versetzt uns zurück in den Zustand vor dem Sündenfall, in die vertraute Gemeinschaft mit Gott.
Sie gibt uns alles zurück was wir an den Feind verloren hatten, nämlich die Autorität zu herrschen (Rö 5,17) und durch die geistliche Neuschöpfung wieder Sein Ebenbild zu sein.
Dazu gibt sie uns etwas, was Adam und Eva im Garten nicht durften, nämlich vom Baum des Lebens zu essen, was uns ewig leben läßt (1.Mos 3,22).

Das Wort der Gnade kommt in dreifacher Weise zu uns – wie die drei Aggregatszustände des Wassers (flüssig, Eis, Dampf).

1... sie kommt zu uns in der Person Jesu bei Seiner Menschwerdung –
aram. „die Manifestation von Gnade“
„Denn ´in Christus` ist Gottes Gnade sichtbar geworden – die Gnade, die allen Menschen Rettung bringt.“ Tit 2,11 NGÜ
„Und das Wort /Logos ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Joh 1,14
„Von allem Anfang an war es da; wir haben es gehört und mit eigenen Augen gesehen, wir haben es angeschaut und mit unseren Händen berührt – das Wort des Lebens. Ja, das Leben ist erschienen; das können wir bezeugen. Wir haben es gesehen, und wir verkünden es euch – das ewige Leben, das beim Vater war und unter uns erschienen ist.“ 1.Joh 1,1


Die Gnade = Jesus das lebendig gewordenen Wort = die Manifestation der Gnade - rettet uns – durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz löst er uns aus...der Gewalt des Feindes, und seines Machtbereiches (Krankheit, Armut,Versklavung). Das Wörtchen „mit“ ist das Wichtigste. Wir sind mit-gekreuzigt (das Begehren unseres alten Adam), mit-gestorben, mit-begraben; mit-auferstanden; mit-versetzt auf den himmlischen Herrscherthron.
Interessant die Übersetzung von Ps 91, 1 in der PT - "wenn du auf dem Herrscherthron sitzt - im Schatten des Allmächtigen"

Jesus demonstriert die Gnade wie geherrscht wird, aus der Abhängiggkeit und der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater heraus.
Bsp.: Bei der Auferweckung des Lazarus
An Jesus erkennen wir wie der Vater nun uns sieht. „Mein lieber Sohn“.

Die stärkende und aufbauende Kraft von Jesus als das Wort der Gnade beginnt sich zu entfalten, wenn wir ihn im Glauben in unser Leben aufnehmen.
„All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie wurden es weder aufgrund ihrer Abstammung noch durch menschliches Wollen, noch durch den Entschluss eines Mannes; sie sind aus Gott geboren worden.“ Joh 1,12f

...und setzt sich fort in der Umgestaltung unseres Lebens, einfach indem wit Ihn "mit aufgedecktem Angesicht" anschauen.

Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz