#1 Erweckung, die von Innen kommt Teil 1 - Haggai 1,2-15 von McMichael 08.12.2015 11:29

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E. vor ein paar Tagen las ich im neuen Proph. Bulletin einen Beitrag von Andreas Keller über „innere Erweckung“...das zugrundegelegte Bibelwort aus Haggai hat mich besonders angesprochen und ich spürte, dass der H.G. uns als Gemeinde etwas aktuelles sagen möchte. Hier der 1.Teil der Botschaft:
Lese Haggai 1,2-15

Haggai bekam diese Botschaft für eine Pioniergemeinde, die 16 Jahre zuvor ihr Exil in Babel verlassen hatten, um zusammen mit Esra und anderen Leitern, das verheißene Land neu einzunehmen, in dem zerstörten Jerusalem zu siedeln und dem Herrn einen Ort zu bereiten, an dem Seine Herrlichkeit neu wohnen sollte (Esra 1,2-4)
Und es hatte ja auch gut angefangen. Ein Jahr nachdem die Rückwanderer Jerusalem erreicht hatten, konnte die Grundsteinlegung trotz großen Widerstandes des Feindes, gelegt werden.
„Und als die Bauleute den Grund legten zum Tempel des HERRN, stellten sich die Priester auf in ihren Amtskleidern mit Trompeten und die Leviten, die Söhne Asaf, mit Zimbeln, um den HERRN zu loben nach der Ordnung Davids, des Königs von Israel. 11 Und sie stimmten den Lobpreis an und dankten dem HERRN: Denn er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewiglich über Israel. Und das ganze Volk jauchzte laut beim Lobe des HERRN, weil der Grund zum Hause des HERRN gelegt war.“ Esra 3,10f
Doch kurz darauf war die Arbeit wegen des gewaltsamen Widerstandes des Feindes zum Erliegen gekommen (Esra 4,24).

Nun, es gibt so manche Paralellen zu unsrem Erleben bei der Aufbauarbeit des CZN..., aber nie kam die Arbeit zum Erliegen, wie bei so vielen Gemeinden, die in dieser Zeit gegründet wurden. Halleluja!
Dennoch ist dieses Wort eine Botschaft an uns, die wir direkt bei der Grundsteinlegung dabei waren und Teil der Vision sind, und die später dazu getan wurden. Gott soll hier in Nordhessen einen Ort haben, wo Seine Herrlichkeit wohnt und der Hl.Geist alle Freiheit hat. Menschen sollen seine manifeste Gegenwart kennenlernen und aus ihr heraus dann Gott und den Menschen dienen.

Fünfzehn Jahre später hatten einige der Bauleute im damaligen Jerusalem das Interesse und Lust an Gottes Auftrag verloren. Im Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld finden wir mögliche Gründe: schnell begeistert wenn es um Neufänge geht aber der lange Atem fehlt, gerade wenn sich Anfechtungen aufgrund des Auftrages einstellen. Unverständnis über so manchen Offenbarungen. Ablenkungen...

Andere waren müde geworden, vll weil sie Gottes Eingreifen von außen erwartet hatten und nichts weiter passiert war. Wieder andere waren vll entmutigt.

Egal ob entmutigt, müde oder das Interesse verloren, es erfolgt oft der Rückzug ins Private. Die Prioriäten verschieben sich. Familie, Haus, Garten oder Arbeitsstelle nehmen die erste Stelle ein und verhindern den Weiterbau. Man gewöhnt sich mit dem Status quo.
Damals in Jerusalem war die ganze Gemeinde eingeschlafen. In der heutigen Gemeinde kann das auch so sein, aber meist ist es eine Mischung. Die einen...so...die anderen so...und wieder andere sind an der Arbeit – für die hat Haggai eine weitere Botschaft.

Zurück ins damalige Jerusalem

1. Das Problem – alles hängt miteinander zusammen
a. der in Trümmer liegende Tempel – die Bauruine, wo nur der Anfang gemacht wurde – was heute für den desolaten Zustand der Gemeinde Jesu und dem fehlenden Maß an Herrlichkeit steht

b. der persönliche und gemeindliche Mangel an Sättigung, Nachhaltigkeit und Ernte trotz großer Erwartungen
„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und könnt euch doch nicht erwärmen; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel. Denn ihr erwartet wohl viel, aber siehe, es wird wenig; und wenn ihr's schon heimbringt, so blase ich's weg. Warum das?, spricht der HERR Zebaoth. Weil "mein" Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt, für "sein" Haus zu sorgen.“ Haggai 1,6.9

c. die Fruchtlosigkeit des Landes in allen Bereichen und der Hände Arbeit
„Weil "mein" Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt, für "sein" Haus zu sorgen. Darum hat der Himmel über euch den Tau zurückgehalten und das Erdreich sein Gewächs. Und ich habe die Dürre gerufen über Land und Berge, über Korn, Wein, Öl und über alles, was aus der Erde kommt, auch über Mensch und Vieh und über alle Arbeit der Hände.“ Haggai 1,9b-11

Die Wurzel der Problematik: aus Gleichgültigkeit oder Müdigkeit, aus Entmutigung oder mangelnder Erwartungen – nach erfolgreichem Start bei der Grundsteinlegung wurde die Arbeit eingestellt und es erfolgte der Rückzug ins Private.
„Dies Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht da, dass man des HERRN Haus baue....Aber eure Zeit ist da, dass ihr in getäfelten Häusern wohnt, und dies Haus muss wüst stehen!“ Haggai 1,2.4

2. Der Prozess der Erweckung
Gott hat etwas auszurichten und ER läßt zwei Mal fragen:
„Nun, so spricht der HERR Zebaoth: Achtet doch darauf, wie es euch geht.“ Haggai 1,5.7

Daraus folgt ein heiliges Erschrecken, was zum Gehorsam führt.
„Da gehorchten/hörten Serubbabel, der Sohn Schealtiëls, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und alle Übrigen vom Volk der Stimme des HERRN, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai, wie ihn der HERR, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk fürchtete sich vor dem HERRN.“ V.12

Woraufhin Gott mit einer Verheißung und Erweckung antwortet: „Ich bin mit euch, spricht der HERR. 14 Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls, des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist aller Übrigen vom Volk, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes,...“
Wichtig: Gott ruft nicht direkt zur Arbeit, Mitarbeit und Hingabe auf. Er fordert nicht zuerst mehr Treue, Einsatz usw. Er leitet den Prozess der Motivation, des Gehorsams und dem Arbeitseinsatz von innen her, vom Geist, den ER erweckt.“

3. Die Arbeit beginnt
23 Tage nach der ersten Botschaft geht es los und zwar mit dem Holz holen.

a. das Holz vom Gebirge holen
Andreas Kellers prophetische Auslegung hat mich angesprochen.
„In meinen Augen steht das Holz an dieser Stelle- davon bin ich zutiefst überzeugt – für Gebet und Anbetung...Ich glaube, dass jetzt die Zeit gekommen ist, ihn neu zu suchen, ihn neu anzubeten und dann das umzusetzen, was wir von ihm empfangen haben.“

Mit Gebet fängt alles an, damit Gottes Pläne zu Stande kommen, ob im eigenen Leben oder in
der Gemeinde. Und dazu gehören alle Arten des Gebetes...

b. der Aufbau des Tempels
„Und sie kamen und arbeiteten am Tempel.“ Haggai 1,14
Ich erinnere uns nochmals an die Predigt vom letzten Sonntag und den neuen Monatsplanartikel.

Der Aufbau des Tempels Gottes geschieht heute, indem wir uns als lebendige Steine einfügen lassen. Das Wort „einfügen“ und „auferbauen“ (1.Kor 14) ist das gleiche. Gerade im 3.Kap., das wir beim letzten WiG-WiK Treffen durchsprachen, wird das ja soooo deutlich.

„Das Reden in Sprachen ist ein geistliches Fundament, auf dem alles beruht, was mit geistlichen Gaben und deren Wirkungsweisen zu tun hat....Egal, wozu Gott dich berufen hat, deine Berufung oder „Job-Beschreibung“ ist eingebettet in eine oder mehrere der folgenden acht Wirkungsweisen Gottes. Wenn du von Neuem geboren bist, bist du berufen, in dieser Wirkungsweise zu handeln durch die Kraft des Hl.Geistes.“ Dave Roberson

„Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder. Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens andere als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen.“ 1.Kor 12,27f

„Während du in Sprachen betest, wird Gott eine Wirkungsweise in dir anlegen, die dich zu dem befähigt, wozu Er dich berufen hat. Indem ER dies tut, werden Gaben beginnen durch dich zu wirken, die dich für deine spezielle Berufung ausrüsten.“ Dave Roberson

Wenn das geschieht wechseln wir gewissermaßen vom „lebendigen Stein“ der passgenau an der richtigen Stelle des Tempels eingesetzt ist zum Priester in diesem Tempel. Die größere Herrlichkeit des Tempels besteht darin, dass der Geist durch uns dient (2.Kor 3,8).
„Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen.“ 1.Petrus 2,5 NGÜ

#2 RE: Erweckung, die von Innen kommt Teil 1 - Haggai 1,2-15 von Elisabeth 08.12.2015 22:31

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Super gut!! Danke dir!
Hab gleich mal den Haggai studiert! Spannend!!

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